Im Rahmen von Umstrukturierungen schließt die Baumarkt-Kette Hellweg etliche Filialen. Das betrifft auch Bayern: Hier betreibt das Unternehmen die BayWa Bau- und Gartenmärkte – zwei davon sollen aufgelöst werden. Für Westmittelfranken beruhigt der Konzern allerdings.
In der Region bestehen BayWa-Märkte in Bad Windsheim, Diespeck, Dinkelsbühl und Rothenburg. Die BayWa AG hatte 2012 ihr Bau- und Gartenmarkt-Geschäft an die nordrhein-westfälische Kette Hellweg abgegeben, der Name blieb.
Doch seit einiger Zeit kriselt es in der Unternehmensgruppe. Wie Hellweg im Frühjahr dem Branchen-Magazin Markt und Mittelstand berichtete, sei ein „anhaltend schwieriges Konsumklima“ zu spüren – gepaart mit „massiven Herausforderungen der letzten Jahre“. Die Auswirkungen lassen sich in etlichen Filial-Schließungen in den vergangenen Monaten ablesen. Nach Medienberichten dürften in Deutschland weit über ein Dutzend Standorte dicht gemacht haben.
Nun ergreift der wirtschaftliche Druck auch die BayWa-Märkte: Die Filialen in Schwandorf und Aschaffenburg sollen 2026 geräumt werden. Was die Frage aufwirft: Wie sicher sind angesichts dieser Lage noch die Baumärkte in Westmittelfranken?
Auf FLZ-Anfrage gibt Hellweg hier eine klare Standort-Garantie ab: Die Filialen in Bad Windsheim, Diespeck, Dinkelsbühl und Rothenburg stünden auf keiner Streichliste „und es gibt auch keinerlei Überlegungen in diese Richtung für diese Märkte”, versichert Pressesprecherin Lisa Kalpein.
In Rothenburg war der Konzern ohnehin erst neue Wege gegangen: Hier hatte Hellweg den Baumarkt Pehl übernommen, mit dem bestehenden BayWa-Markt in der Wolffstraße fusioniert und dafür letzteren Standort aufgegeben.