Für die Behörde ist es nicht laut genug, um den Verkehr durch eine Begrenzung der Geschwindigkeit zu drosseln. Auch bei den meisten anderen Vorschlägen aus dem Stadtrat holte sich die Stadt eine Abfuhr.
Die Ortsdurchfahrten von der Feuchtwanger Ortsteile Dorfgütingen, Banzenweiler und Vorderbreitenthann werden in diesem Jahr als Messpunkte bei der städtischen Überwachung des fließenden Verkehrs aufgenommen. Das teilte der für Verkehrsfragen zuständige Verwaltungsmitarbeiter Thomas Schmidt im Bau- und Verkehrsausschuss des Feuchtwanger Stadtrats mit.
Die Stadt reagiere damit auf das Ergebnis einer Besprechung mit Vertretern des Landratsamts Ansbach und des Staatlichen Bauamts Ansbach, bei „der wir wenig erfolgreich waren“, erklärte Schmidt. In der Zusammenkunft seien verschiedenste Anträge von Mitgliedern des Stadtrats, Ortssprechern und der Bevölkerung behandelt worden, die die Bundesstraße 25 (Dorfgütingen und Banzenweiler) und die Staatsstraße 1066 (Vorderbreitenthann) betrafen.
Unter anderem ging es um die Installation von Fußgängerampeln. Eine solche kündigte das Staatliche Bauamt laut Schmidt in Dorfgütingen an. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde die Lichtzeichenanlage im Bereich der Bushaltestelle aufgestellt. Einen Zeitplan gebe es jedoch noch nicht.
Fußgängerampeln in Banzenweiler und Vorderbreitenthann lehnte die Behörde hingegen ab. Im Fall von Banzenweiler wurde nach Mitteilung von Schmidt auf die geringe Bevölkerungsdichte, den gut einsehbaren Streckenverlauf und die auseinandergezogene Bebauung verwiesen und im Fall von Vorderbreitenthann auf die beiden vorhandenen Querungshilfen in Form von Verkehrsinseln.
Die Möglichkeit einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer auf den B25-Ortsdurchfahrten in Feuchtwangen, Dorfgütingen und Banzenweiler in der Nacht sei auf Grundlage einer Lärmberechnung nicht gegeben, berichtete Schmidt weiter. Die Lärmberechnung erfolgte Ende 2022 im Auftrag des Landratsamts in allen Ortschaften an der B25.
Kein Gehör fand der Antrag auf bauliche Einengung der Ortsdurchfahrt in Dorfgütingen in Form von Verkehrsinseln. Das werde heute nicht mehr gemacht, wenn es nur um Geschwindigkeitsreduzierung gehe, hieß es laut Schmidt in der Besprechung. Wenn die Stadt Feuchtwangen die Verkehrsinseln planen, bauen und unterhalten würde, hätte das Staatliche Bauamt jedoch nichts dagegen.
Grundsätzlich abgelehnt hätten das Landratsamt und das Staatliche Bauamt alle Vorschläge bezüglich der Verbesserung der Beschilderung und weiterer verkehrsrechtlicher Maßnahmen die Westtangente sowie die Dinkelsbühler und Feuchtwanger Straße betreffend, informierte Schmidt. „Da haben sie auf die Bremse gedrückt.“
Die beiden Behörden wollten das erste Jahr mit der neuen Westtangente abwarten. Schmidt kündigte für Juni/Juli eine Verkehrszählung auf diesen Strecken an. Das Landratsamt und das Staatliche Bauamt hätten zusätzlich gerne eine Verkehrsbefragung, so Schmidt. Bürgermeister Patrick Ruh beauftragte Schmidt damit, sich hinsichtlich Details einer Verkehrsbefragung zu erkundigen.
Wie Schmidt abschließend mitteilte, hätten sich Vertreter beider Behörden bereit erklärt, im Herbst – nach der Verkehrszählung – in eine Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses zu kommen und Rede und Antwort stehen.