Banse-Haus in Feuchtwangen: Die geplante Sanierung ist gescheitert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 23.07.2025 06:00

Banse-Haus in Feuchtwangen: Die geplante Sanierung ist gescheitert

Das Banse-Haus in Feuchtwangen harrt weiter einer neuen Nutzung. Derzeit steht es im Mittelpunkt des Ausstellungsprojekts „Romantik: Wunsch und Wirklichkeit“, das die Chancen, Risiken und Perspektiven sanierungsbedürftiger historischer Gebäude hinterfragt und zum Nachdenken anregen soll. (Foto: Peter Zumach)
Das Banse-Haus in Feuchtwangen harrt weiter einer neuen Nutzung. Derzeit steht es im Mittelpunkt des Ausstellungsprojekts „Romantik: Wunsch und Wirklichkeit“, das die Chancen, Risiken und Perspektiven sanierungsbedürftiger historischer Gebäude hinterfragt und zum Nachdenken anregen soll. (Foto: Peter Zumach)
Das Banse-Haus in Feuchtwangen harrt weiter einer neuen Nutzung. Derzeit steht es im Mittelpunkt des Ausstellungsprojekts „Romantik: Wunsch und Wirklichkeit“, das die Chancen, Risiken und Perspektiven sanierungsbedürftiger historischer Gebäude hinterfragt und zum Nachdenken anregen soll. (Foto: Peter Zumach)

Die Front des Banse-Hauses ist bis zur Hälfte neu gestrichen. Wer meint, das wäre ein Vorzeichen dafür, dass die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes an der Spitalstraße in Feuchtwangen bald beginnt, irrt sich. Denn der private Investor ist abgesprungen. Die Streichaktion ist vielmehr Teil eines Ausstellungsprojekts.

Die geplante Sanierung des Banse-Hauses durch einen privaten Investor konnte nicht umgesetzt werden, was die Verantwortlichen der Stadt und des Kommunalunternehmens (KU) „sehr bedauern“, teilt KU-Vorstand Arthur Reim auf FLZ-Anfrage mit. Und weiter: „Der Investor hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die hohen Auflagen und spezifischen Anforderungen des Denkmalschutzes nicht mit der Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit des Projekts für ihn vereinbar waren.“

Risikobehaftete Rahmenbedingungen

Die jetzige Situation rund um das Banse-Haus verdeutliche exemplarisch, welche Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten bei denkmalgerechten Sanierungsprojekten auftreten können, führt Reim weiter aus. Dazu gehörten vor allem unvorhersehbare Verzögerungen aufgrund erforderlicher Untersuchungen oder die Abstimmung divergierender Ansichten und Anforderungen zwischen privaten Investoren, Denkmalschutz und den zuständigen Behörden.

Angesichts steigender Baukosten und begrenzter finanzieller Ressourcen – sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor – sei es verständlich, dass Investoren angesichts solcher komplexer und risikobehafteter Rahmenbedingungen zurückhaltend agierten oder Projekte sogar abbrechen müssten. Es zeige sich deutlich, dass bei Sanierungsvorhaben dieser Art umfassendere Rahmenbedingungen und Unterstützungsmechanismen geschaffen werden müssten, um den Erhalt wertvoller historischer Substanz langfristig zu sichern, betont Reim.

Das Ausstellungsprojekt „Romantik: Wunsch und Wirklichkeit“, in dessen Mittelpunkt das Banse-Haus nun steht, biete die Möglichkeit, die komplexen Herausforderungen im Bereich der denkmalgerechten Sanierung öffentlich darzustellen und eingehend zu reflektieren. Ursprünglich sollte die Schau – ein Beitrag zum Jubiläum „75 Jahre Romantische Straße“ – ab Herbst im Fränkischen Museum zu sehen sein.

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Mehr Schein oder mehr Sein?

Doch gerade an der Fassade des Banse-Hauses „lässt sich die Botschaft, ob es um mehr Schein oder um mehr Sein geht, besonders eindrucksvoll zeigen“, wird Stadtmarketing-Leiter Dr. Reinhard Reck, der derzeit auch Interimsleiter des Fränkischen Museums ist, in einer Pressemitteilung zitiert.

Texte in den großen Fenstern des Banse-Hauses sollen zum Nachdenken anregen. Zum einen geht es um das Zeitalter der Romantik, die Wahrnehmung und das emotionale Marketing als gutes Gefühl. Zum anderen um Optionen, die es für ein altes, sanierungsbedürftiges Haus gibt. Was ist bedeutsamer: Der Erhalt einer historischen Fassade oder eine gute, zukunftsfähige Nutzung in modernem Gewand?

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