Bad Windsheimer Schüler wollen Werner Stieglitz im Landtag | FLZ.de

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Veröffentlicht am 30.09.2023 14:00

Bad Windsheimer Schüler wollen Werner Stieglitz im Landtag

Jonathan Weninger (links) und Ben Jacob aus der elften Jahrgangsstufe des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums gaben am Freitag ihre Stimme bei der U18-Landtagswahl ab. (Foto: Katrin Merklein)
Jonathan Weninger (links) und Ben Jacob aus der elften Jahrgangsstufe des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums gaben am Freitag ihre Stimme bei der U18-Landtagswahl ab. (Foto: Katrin Merklein)
Jonathan Weninger (links) und Ben Jacob aus der elften Jahrgangsstufe des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums gaben am Freitag ihre Stimme bei der U18-Landtagswahl ab. (Foto: Katrin Merklein)

Werner Stieglitz von der CSU ist bei den U18-Wählern in den drei Bad Windsheimer Wahllokalen der Mann für den Landtag. Er sahnte 143 der 438 Erststimmen ab. Stimmgleich folgen ihm mit 67 Stimmen Harry Scheuenstuhl (SPD) und Anni Benedikt (AfD).

440 Schülerinnen und Schüler nutzten in Bad Windsheim das Angebot des Bayerischen Jugendrings und übten am Donnerstag und Freitag das Wählen. Bei den Gesamtstimmen waren ebenfalls die Parteien der drei Kandidaten die Stimmstärksten, die CSU erzielte das beste Ergebnis (276), die AfD folgt mit 142 Stimmen, für die SPD gab es 120.

Ein „echtes Wahllokal“ wartete auf die Jungwähler des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums. Die vier Tische mit Sichtschutzwänden, die dort für Land- und Bezirkstagswahl am 8. Oktober ohnehin gebraucht werden, hat die Stadt schon früher aufgebaut. Anders als bei der richtigen Wahl, standen dort zwei Wahlurnen, eine für die Erst-, eine für die Zweitstimme. Während Lehrer Dr. Michael Streb die Schüler klassenweise zum Raum führte, übernahmen Miriam Gabler vom Jugendtreff Schneiderscheune und Leonie Kurtz von der Jugendbildungsstätte die Einweisung der vom Bayerischen Jugendring durchgeführten Wahl.

Ein Berufsschüler wirft Zettel ein

„Bei der ersten Klasse lief es noch etwas unkoordiniert“, sagt Gabler, danach klappte es wie am Schnürchen und die Stimmen waren schnell eingefangen. In der Schneiderscheune, die am Donnerstag als Wahllokal fungierte, hatte nur ein Berufsschüler seine Stimmen abgegeben, erzählt Gabler. Das sei insofern nicht verwunderlich, da das „Hauptklientel“ des Jugendtreffs, etwa 90 Prozent schätzt Gabler, die Mittelschule besuchen und am Freitag dort ohnehin an die Wahlurnen trat.

Ihre Stimme am Steller-Gymnasium gaben Jonathan Weninger und Ben Jacob ab. Sie gehen in die elfte Klasse. Die beiden 16-Jährigen haben sich vor der Wahl mit den Parteien und ihren Programmen beschäftigt, wenn auch nur „oberflächlich“, wie Weninger sagt.

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Alle 15 in Bayern antretenden Partein haben die beiden im Vorfeld gekannt. Den Wahlomat haben sie zu Rate gezogen, sagen sie. Mit seinen PUG-Klassen hat Streb sich im Vorfeld intensiv mit dieser Möglichkeit beschäftigt, eine passende Partei für sich herauszufinden. Ebenfalls mit dem Voteswiper, der ähnlich dem Wahlomat-Programm funktioniere. Seinen Schülern habe er aber erklärt, dass sie mit dem Ergebnis, welches diese Programme ausspucken, kritisch umgehen sollen: „Das ist nicht das Wort Gottes“, betont Streb.

Die Stimme von Jüngeren respektieren

Ben Jacob findet es wichtig, „dass die Stimme von Jüngeren respektiert wird. Das Volk besteht aus jeder Altersgruppe“. Deshalb sei die U18-Wahl eine gute Sache. Derzeit kritisiere er an der Politik, dass sie den Klimaschutz über alles stelle. „Der ist zwar wichtig, aber man sollte auch mal auf die Menschen hören.“ Dass die „gewählte Ampel“ keinen Rückhalt für ihre „schlechten Entscheidungen“ bekäme sei für ihn daher nicht verwunderlich.

Im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung fanden nur vereinzelt U-18-Wahlen statt. Ein Wahllokal war auch für die Wilhermsdorfer Grund- und Mittelschule eingerichtet, für das es jedoch bis Redaktionsschluss kein Einzelergebnis gab. Die Schülerinnen und Schüler dort bekamen, nachdem sie ihre Kreuze gemacht hatten, ein Armbändchen – gleichsam als Belohnung und dass nicht jemand aus Versehen zweimal Kreuzchen macht. Überhaupt, berichtete Konrektorin Irene Friedrich, hätten die Organisatoren des Fürther Kreisjugendrings den Wahlakt mit viel Hingabe vorbereitet.

Alle Ergebnisse der U18-Wahl gibt es voraussichtlich ab Montagmittag auf der Internetseite des www.bjr.de.


Von Katrin Müller und Andreas Reum
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