Bachwoche Ansbach hat noch immer keine Zahlen zum Ticketverkauf | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.08.2025 07:00

Bachwoche Ansbach hat noch immer keine Zahlen zum Ticketverkauf

Begeisterter Applaus bei einem Konzert mit dem englischen Ensemble Solomon's Knot: Während die vorderen Reihen dicht besetzt waren, blieben viele günstige Plätze im hinteren Bereich der Gumbertuskirche leer.  (Foto: Lara Hausleitner)
Begeisterter Applaus bei einem Konzert mit dem englischen Ensemble Solomon's Knot: Während die vorderen Reihen dicht besetzt waren, blieben viele günstige Plätze im hinteren Bereich der Gumbertuskirche leer. (Foto: Lara Hausleitner)
Begeisterter Applaus bei einem Konzert mit dem englischen Ensemble Solomon's Knot: Während die vorderen Reihen dicht besetzt waren, blieben viele günstige Plätze im hinteren Bereich der Gumbertuskirche leer. (Foto: Lara Hausleitner)

Gut eine Woche nach dem Ende der Bachwoche macht die Geschäftsstelle des Musikfestes noch immer keine näheren Angaben zu den verkauften Eintrittskarten. Eine konkrete Zahl, wie viele Tickets diesmal verkauft wurden, könne nach wie vor nicht genannt werden, erklärte am Montag Christian Mall, der Leiter der Geschäftsstelle.

Am Abschlusssonntag des Musikfestes, am 10. August, hieß es, dass die endgültigen Zahlen zum Kartenverkauf bisher nicht verfügbar seien, weil noch Rückbuchungen und Stornierungen bearbeitet werden müssten. Nun wiederholte Christian Mall diese Auskunft: Eine genaue Zahl könne nicht vorgelegt werden.

In den vergangenen Jahren war die Anzahl der verkauften Eintrittskarten immer bereits direkt am Ende der Bachwoche präsentiert worden. Das renommierte Musikfest finanziert sich vor allem über den Kartenverkauf. Es hat dieses Jahr einen Etat von rund 1,15 Millionen Euro.

Bekanntgegeben wurde heuer lediglich, dass die Auslastung bei den insgesamt 39 Veranstaltungen, darunter 24 Konzerte und der Kantatengottesdienst zur Eröffnung, bei „über 80 Prozent” gelegen habe. Zudem bezifferte Intendant Dr. Andreas Bomba bei der Hauptversammlung des Vereins der Freunde der Bachwoche den Verkaufserlös mit 725.000 Euro. Dies war der Stand am Vormittag des 9. August. „Das ist ziemlich gut“, hatte der Intendant konstatiert.

Bei der letzten Auflage rund 14.000 Karten verkauft

Die Bachwoche findet traditionell alle zwei Jahre statt und lockt Gäste aus dem In- und Ausland nach Ansbach. Wie sich bei den Veranstaltungen zeigte, war der Altersdurchschnitt hoch. Junge Menschen waren nur selten im Publikum zu entdecken, abgesehen von den Bachwochenhelferinnen und -helfern. Auffällig war auch, dass bei manchen Konzerten zahlreiche Plätze in den günstigeren Kategorien frei blieben. Die Reihen in den höheren Kategorien mit gutem Blick auf die Bühne waren dagegen meist dicht besetzt.

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Bei der Bachwoche 2023 betrug die Auslastung laut Veranstaltern ebenfalls „über 80 Prozent“. Insgesamt wurden 2023 rund 14.000 Eintrittskarten verkauft – deutlich weniger als vor der Corona-Pandemie. Dazu kamen 2023 rund 1000 Besucherinnen und Besucher beim Eröffnungsgottesdienst und etwa 1000 Gäste insgesamt bei den kostenfreien Bach-Sprechstunden.

Keine Konzerte am Nachmittag mehr

Bei der Bachwoche 2019 waren noch etwa 20.000 Tickets ausgegeben worden, beim Musikfest 2017 circa 21.000. Der Grund für den Rückgang war im Jahr 2023 die geringere Anzahl an Konzerten gewesen, wie die Veranstalter erklärt hatten. Es gab zum Beispiel keine Konzerte an den Nachmittagen mehr, sondern nur noch vormittags und abends. Diese Änderung wurde bei der diesjährigen Bachwoche beibehalten, da die Nachmittagskonzerte schon in der Vergangenheit am wenigsten nachgefragt waren.

Auch während der Pandemie hatte eine Bachwoche stattgefunden: Bei dem Musikfest 2021 waren immerhin rund 9000 Karten verkauft worden, obwohl an den Veranstaltungsorten Abstände eingehalten werden mussten. In der Johanniskirche zum Beispiel konnten statt 1000 Plätzen nur 400 belegt werden. Auch die beliebten Mitmach-Formate wie „Ansbach singt“ und „Ansbach klingt“ waren in dem Corona-Jahr nicht möglich gewesen.


Lara Hausleitner
Lara Hausleitner
Redakteurin für Lokales und Kultur - und Reisende aus Leidenschaft.

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Nellie Bly
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