Ausbildungsbörse Contact in Heilsbronn: Firmen sind optimistisch | FLZ.de

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Veröffentlicht am 16.10.2024 08:14

Ausbildungsbörse Contact in Heilsbronn: Firmen sind optimistisch

47 Aussteller präsentierten sich in der Hohenzollernhalle und machten bei den Fachkräften der Zukunft Werbung für über 130 Berufe. (Foto: Florian Schwab)
47 Aussteller präsentierten sich in der Hohenzollernhalle und machten bei den Fachkräften der Zukunft Werbung für über 130 Berufe. (Foto: Florian Schwab)
47 Aussteller präsentierten sich in der Hohenzollernhalle und machten bei den Fachkräften der Zukunft Werbung für über 130 Berufe. (Foto: Florian Schwab)

Die einen wollen sich über ihre beruflichen Möglichkeiten informieren, die anderen suchen händeringend nach den Fachkräften von morgen. Die Ausbildungsbörse Contact bringt Schüler und Unternehmen zusammen. Bis zu 1300 Schüler trafen dabei am Dienstag auf 47 Firmen in der Heilsbronner Hohenzollernhalle.

Die Fülle an Informationen war groß für die Jugendlichen. Denn die Unternehmen stellten über 130 Ausbildungsberufe, duale Studiengänge, Praktika, Praxissemester-Angebote und Ferienjobs vor. Abgerundet wurde das Portfolio von den Verwaltungen der Kernfranken-Kommunen. Diese richten die Ausbildungsbörse in Zusammenarbeit mit dem Unternehmernetzwerk Fachkräfte auch aus.

Die Jugendlichen zeigten sich interessiert

Die Bürgermeister und auch Landrat Dr. Jürgen Ludwig hoben die Bedeutung der Ausbildungsbörse unisono hervor. Bei einem Rundgang kamen sie mit den Unternehmern ins Gespräch. Christoph Schmoll (Neuendettelsau) spürte zum Beispiel mehr Optimismus bei den Unternehmern als in den vergangenen Jahren, dass sie tatsächlich Azubis über die Börse finden. Bürgermeisterkollege Matthias Seitz (Windsbach) hatte derweil den Eindruck, dass auch die Schüler mehr Interesse zeigten.

Markus Nehmer (Lichtenau) zeigte sich erfreut, dass in diesem Jahr ein paar neue Firmen mitgemacht haben, sich also „einen Ruck gegeben haben und es hier mal probieren“. Interessierte Schüler seien ein positives Zeichen für die Firmenvertreter, dass ihr Mitwirken an der Börse auch einen Wert für sie selbst habe, ergänzte Bernd Meyer, Kernfranken-Vorsitzender und Bürgermeister von Sachsen bei Ansbach.

Und was sagen die Unternehmer selbst? Sie geben sich freilich keinen Illusionen hin, dass sie mit ihrem Auftritt bei der Börse alle ihre Nachwuchssorgen lösen können. Man nehme teil, um in Kontakt mit den Jugendlichen zu kommen, meinte etwa Klaus Sitzmann im Gespräch mit den Bürgermeistern. „Von selbst kommt heute keiner mehr.“

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Die Ausrede „Keine Zeit” zählt nicht mehr

Ähnlich äußerte sich Hans Muser junior von der Ulli-Bau GmbH, die das erste Mal dabei war. Bisher habe man nicht teilgenommen, weil man keine Zeit dafür hatte. „Aber diese Ausrede zählt nicht mehr.“ Nach seinen Worten habe ein Wandel mit Blick auf das Handwerk stattgefunden. „Es wird wieder mehr wertgeschätzt.“

Bis zu 1300 junge Menschen besuchten die Ausbildungsbörse am Dienstag, wie Organisator Andreas Fuhr vom Unternehmernetzwerk Fachkräfte berichtete. Sein Fazit zur Veranstaltung selbst fällt dementsprechend positiv aus. „Diese Börsen bringen schon etwas“, findet er. Fuhr machte deutlich, dass aus seiner Sicht auf allen Seiten noch mehr gemacht werden müsste, um den Fachkräftemangel zu lindern.

Für die Kernfranken-Bürgermeister war die sechste Auflage der Börse eine besondere. Nicht etwa, weil es ein Jubiläum zu feiern gab oder die Veranstaltung unter einem speziellen Motto stand. Weil sich aber kein Caterer fand, der sich um die Verpflegung der Aussteller und Gäste kümmert, wurden die Rathauschefs selbst aktiv. Sie trafen sich bereits um 8 Uhr in der Küche der Hohenzollernhalle, um Butterbrezen zu schmieren sowie Wurst- und Käsesemmeln zu belegen.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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