Gemeinsam mit der Stadt Dinkelsbühl und den Gemeinden Aurach, Gundelsheim und Weisendorf wird Burgoberbach einen Förderantrag für das Programm „Bundesförderung Gigabit“ stellen.
Die federführende Gemeinde für dieses Antragsverfahren ist die Gemeinde Burgoberbach. Der Gemeinderat hat nun zugestimmt, dass die Gemeindekasse von Burgoberbach für die geplanten Maßnahmen zur Verlegung schneller Glasfaserkabel 190.000 Euro Eigenmittel bereitstellt. Das sind rund zehn Prozent der anfallenden Kosten für die Verlegung der Glasfaserkabel. Der Bund wird im Rahmen des Programms 50 Prozent und der Freistaat Bayern 40 Prozent der Kosten übernehmen.
Bürgermeister Gerhard Rammler berichtete dem Gemeinderat, dass der Antrag im Rahmen des Förderaufrufs 2025 zur Breitbandförderung gemäß der Gigabit-Richtlinie 2.0 gestellt wird. In Burgoberbach habe eine Markterkundung ergeben, dass 333 Adressen förderfähig seien. Die voraussichtlichen Baukosten für die Verlegung von Glasfaserkabeln zu diesen Adressen betragen 1,9 Millionen Euro. Derzeit erreiche die Gemeinde Burgoberbach ohne die Beteiligung an einer interkommunalen Antragstellung nicht genug Punkte nach dem Markterkundungsverfahren und hätte deshalb keine realistische Chance auf eine Förderung, so Rammler.
Durch die Kooperation mit den anderen Gemeinden könne diese Punktzahl auf 240 Punkte erhöht werden. Die Förderwahrscheinlichkeit wäre damit deutlich größer, so Rammler. Als federführende Gemeinde werde Burgoberbach als alleiniger Vertragspartner gegenüber den Fördermittelgebern sowie den Telekommunikationsunternehmen auftreten.
Bürgermeister Rammler sparte bei der Beratung des Themas im Gemeinderat nicht mit harscher Kritik. Das Förderverfahren zeige, wie verlogen die Politik sei. Das Budget für die Förderung des schnellen Internets auf dem Land sei um die Hälfte gekürzt worden, sagte er. Deshalb müssten nun weit entfernte Gemeinden zusammenarbeiten, um möglichst viele Punkte zu bekommen. Die Förderung des ländlichen Raumes ist aus seiner Sicht vor allem Augenwischerei.