Augen zu und durch beim Frankfurter Marathon | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.11.2023 13:07

Augen zu und durch beim Frankfurter Marathon

Thomas Dahmen in der Frankfurter Innenstadt. (Foto: Anja Kuhbach)
Thomas Dahmen in der Frankfurter Innenstadt. (Foto: Anja Kuhbach)
Thomas Dahmen in der Frankfurter Innenstadt. (Foto: Anja Kuhbach)

Beim 40. Frankfurt-Marathon, mit über 13.000 Teilnehmern der letzte große Herbstmarathon in Deutschland, wurde die Kreisbestenliste noch einmal durcheinandergewirbelt. Mit Thomas Dahmen (TSV Dinkelsbühl) und Brahim Alahyane (TSV Ansbach) unterboten zwei Läufer aus der Region die Drei-Stunden-Marke und pulverisierten ihre persönlichen Bestmarken.

Dahmen verbesserte seinen Rekord um fast 12 Minuten auf 2:44,12 std. Auf der kurvenreichen Strecke hatten viele mit der Enge im großen Feld zu kämpfen. Trotzdem fand der Dinkelsbühler gut in sein Tempo und passierte nach 1:20,55 std eine Minute vor Plan die Halbmarathonmarke. Dann wurde es zäher und auf dem langen Rückweg hatte er richtig zu kämpfen, zumal im Regen auch muskuläre Probleme dazukamen.

Verlängerter Endspurt auf der Schlussgeraden

„Bei Kilometer 41 merkte ich überrascht, dass noch die 2:44 erreichbar waren und zog zum verlängerten Endspurt auf der Schlussgeraden an, Augen zu und durch“, sagte Dahmen. Es sollte sich lohnen, mit seiner neuen Bestmarke belegte er Platz 222, in der M40 bedeutete dies Rang 40.

Ebenso zufrieden war Alahyane, der seine im Frühjahr in Hamburg gelaufene Zeit um vier Minuten auf 2:49,12 std verbesserte. Damit steigerte er sich im Verlauf eines Jahres um zwölf Minuten. Der 30-Jährige spulte bis Kilometer 41 seinen Zeitplan minutiös ab, dann bekam er Kreislaufprobleme, die ihn zu mehreren kurzen Gehpausen zwangen und einen Verlust von zwei Minuten bedeuteten. Am Ende stand Rang 355 und der 82. Platz in der M30.

Zwei weitere Vertreter des TSV Dinkelsbühl waren abschnittsweise gemeinsam unterwegs, Michael Kuhbach und Florian Zech wollten unter drei Stunden laufen. Ab Kilometer 30 setzte sich Kuhbach dann ab, verbesserte seine Bestzeit auf 3:02,41 std und belegte damit in der M35 den 235. Platz. Zech freute sich über eine sehr gute Platzierung bei den gleichzeitig ausgetragenen Deutschen Kirchenmeisterschaften, hier kam der 39-Jährige auf den 5. Platz.

Nach Kilometer 26 meldet sich der „Hammer“

Jochen Weber vom TV Heilsbronn brachte das Kunststück fertig, trotz der schwierigen Bedingungen zwei fast gleich schnelle Rennhälften zu absolvieren. Damit verbesserte sich der 52-Jährige auf 3:25,49 std. Für den Dinkelsbühler Tobi Rieger (Triger Runners) dürfte sich das Kapitel Frankfurt erstmal erledigt haben. Mit einer Zielzeit von 3:25 schlug nach Kilometer 26 der „Hammermann“ zu. Mit Magen- und Muskelkrämpfen finishte er in 3:50,47 std.


Von Jörg Behrendt
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