Der Landkreis Ansbach wird auch in diesem Jahr in die Erhaltung und den Ausbau seines Straßennetzes investieren.
Die geplanten Maßnahmen stellte Sachgebietsleiter Markus Kriegler im Verkehrsausschuss des Kreistags vor. Insgesamt sind für das Kreisstraßenneubauprogramm 2026 Ausgaben von 1,37 Millionen Euro eingeplant.
Der Ausbau der Kreisstraße AN 10 zwischen Röshof und Schönbronn wird auf 900 Metern Länge voraussichtlich ab April fortgesetzt. In diesem Zusammenhang sind Regelungen mit dem Markt Lehrberg und der Gemeinde Weihenzell nötig, weil aktuell teilweise Schmutzwasser aus privaten Kleinkläranlagen in die Straßenentwässerung fließt. Deshalb erfolgte bereits eine Umplanung mit einem zweiten Graben.
Neue Ausbaumaßnahmen sind der Ersatzneubau der Brücke über den Morrieder Bach in Wörnitz (AN 5) mit Gesamtkosten von 789.000 Euro und der Umbau des Knotenpunkts zwischen der B466 und der AN 59 im äußersten Osten des Landkreises bei Wernfels (Landkreis Roth). Der Kreis Ansbach muss hier einen Kostenanteil tragen.
Die Brücke in Wörnitz soll von April bis Oktober mit staatlicher Förderung erneuert werden. Die Stahlbetonbrücke aus dem Jahr 1961 ist in so schlechtem Zustand, dass Handlungsbedarf besteht.
Der Knotenpunkt zwischen der Bundesstraße 466 und der Kreisstraße AN 59 bei Wernfels ist nach den Worten von Kriegler unfallträchtig. Deshalb soll dort ein Kreisverkehr gebaut werden. Die Federführung hat das Staatliche Bauamt Nürnberg. Da der Verkehr auf der Kreisstraße mehr als ein Fünftel des Verkehrs auf der Bundesstraße ausmacht, muss sich der Landkreis nach den geltenden Richtlinien an den Kosten beteiligen. Ein Zuschussantrag bei der Regierung von Mittelfranken für diese Beteiligung wurde schon gestellt.
Der Sachgebietsleiter blickte auch schon in das Jahr 2027. Dann sollen mit den Ortsdurchfahrten von Thann und Weidendorf zwei Lücken geschlossen werden, sodass die Kreisstraße AN 55 von Rauenzell bis Weidendorf (ohne die Ortsdurchfahrt Velden) in gutem Zustand sein wird. Geplant ist im nächsten Jahr außerdem die Erneuerung der Brücke über den Lindleinsgraben bei Brünst und der Baubeginn am Kreisverkehr Oberkönigshofen, wo die AN 50 auf die Staatsstraße 2220 trifft.
An vielen Stellen genügen aber auch eine neue Asphaltdecke, eine Oberflächenbehandlung oder andere kleinere Maßnahmen statt eines Straßenausbaus. Für Oberflächenbehandlungen sind im Kreishaushalt jährlich pauschal 350.000 Euro vorgesehen. Für das zweijährige Deckenbauprogramm 2026 und 2027 stehen insgesamt Mittel in Höhe von 7,1 Millionen Euro zur Verfügung.
Eine bereits laufende Maßnahme ist die Ortsdurchfahrt Ammelbruch. Auf dem Programm für 2026 stehen die baulich schon fertiggestellte Ortsdurchfahrt Bergnerzell, die Ortsdurchfahrt Dietenhofen (Neustädter Straße), Stützwände in der Ketteldorfer Straße in Heilsbronn und in Tauberzell sowie die Strecke Röckingen-Lentersheim und die Ortsdurchfahrt Beyerberg. Dazu kommt die eigentlich schon 2025 geplante Oberbauverstärkung von Burghausen über Poppenbach bis zur Staatsstraße 2245, die nun von April bis Juni 2026 umgesetzt werden soll.
Der sechsspurige Ausbau der Autobahn A6 von der Landesgrenze zu Baden-Württemberg bis zur Anschlussstelle Schwabach-West hat Auswirkungen auf das Ansbacher Kreisstraßennetz. Dabei geht es um die neue Brücke über die Autobahn zwischen Petersaurach und Altendettelsau, wo seit geraumer Zeit diskutiert wird, ob ein Radweg geschaffen werden soll. Betroffen ist außerdem die Brücke auf der Route von Lichtenau nach Wattenbach. Hier sei ebenfalls ein fahrbahnbegleitender Geh- und Radweg zu prüfen, meinte Kriegler. Förderfähig sind die Radwege aber nur, wenn ein verkehrswirksamer Abschnitt geschaffen wird, also zum Beispiel bis zur nächsten Ortschaft gebaut wird.