Mit Freunden Zeit zu verbringen, macht Spaß. Weshalb nicht einmal gemeinsam eine Fahrradtour unternehmen? Dafür ist die rund 28 Kilometer lange Strecke ideal. Dank etlicher durch Waldstücke führender Passagen und nur weniger Steigungen bietet sich die Tour auch bei sommerlichen Temperaturen an.
Gut machbar ist sie zudem für diejenigen, die auf kein E-Bike zurückgreifen können oder wollen. Los geht es am Steinsweg in Neustadt auf dem parallel zur Aisch verlaufenden Weg bis zum Festplatz. Es ist leise, nur das Summen der E-Bike-Elektro-Motoren und das Säuseln des Windes in den Baumwipfeln ist zu vernehmen.
Am Wehr plätschert das Wasser. Schnell ein Foto, dann geht es weiter über die B8, dann folgt der nächste Stopp am Festplatz. Weitere Mitglieder der Tour haben dort ihr Auto geparkt und schwingen sich nun in den Fahrradsattel. Weiter gestrampelt wird auf dem Radweg.
Jogger, Spaziergänger und etliche andere Radler, zum Teil mit Kinder- oder Hundeanhänger, schrecken die hochsommerlichen Temperaturen an diesem Sonntagnachmittag ebenfalls nicht. Wobei sich die Hitze gut aushalten lässt entlang der sich gemächlich entlang schlängelnden Aisch, rechterhand liegt Diespeck. Es riecht nach frisch gemähtem Heu, Frösche quaken laut in den Weihern, eine sanfte Brise weht einem um die Nase.
Die Bienenbeute auf der Strecke lädt zu einem schnellen Selfie mit ihr ein. Am Hannaberg stößt man auf die Straße, die von Diespeck nach Stübach führt. Über Ehe, wo der Geruch reifer Erdbeeren so manchem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, geht es bis Stübach.
Am dortigen Friedhof heißt es, rechts abbiegen. Die durch ein Waldstück führende Passage ist angenehm kühl, bei den Anstiegen ist es von Vorteil, mit Stromunterstützung unterwegs zu sein, das spart Kräfte und lässt den Schweiß weniger rinnen. Ansonsten alles einfach gemächlich angehen lasen, die anderen können warten
Unterwegs auf ein Holzschild achten, das zeigt den Weg nach Münchsteinach. Dort in der Siedlung angekommen, geht es in den Ort. Dort lohnt sich ein Abstecher zum Münster, in dem einen Ruhe und Kühle empfangen – es ist ein Ort zum Innehalten und Besinnen. Ein Hingucker ist das gegenüberliegende Abtschlösschen. Nun geht es wieder in den Sattel in Richtung Freizeitsee und zum nächsten Zwischenstopp. Das Café am Roßberghof bietet leckeren Kuchen an.
Wer sich danach erfrischen will, hat dazu am Platz der Generationen in der Ortsmitte Gelegenheit. Kinder können sich am Wasserspielplatz vergnügen, die Erwachsenen etwas für die Gesundheit tun. Radhelm runter, Schuhe aus und ab ins kühle Nass des Kneippbeckens. Ui, ist das kalt: Zähne zusammenbeißen und im Storchenschritt durchs Bassin. Wer mehr Zeit hat als die Radlergruppe, dem sei noch ein Abstecher ins brandneue Münchsteinacher Naturbad empfohlen, das nur auf natürliche Weise gereinigt wird.
Statt zu baden, fährt die Gruppe dieses Mal weiter Richtung Gutenstetten. In Kleinsteinach lohnt sich ein Abstecher zur Sitzgruppe am Weinberg. Bei E-Bikes geht es dank Turbo locker hoch, andere werden sich ins Zeug legen müssen oder ihr Rad den Berg hochschieben – oben angekommen, kann man verschnaufen, sich hinsetzen und den Blick auf das Steinachtal und das Münster genießen. Hier ließe sich auch sehr gut eine mitgebracht Brotzeit verspeisen – beim nächsten Mal.
Nun geht zurück über Kleinsteinach, entlang der sanft dahinfließenden Steinach bis Gutenstetten und auf dem ausgeschilderten Radweg bis nach Neustadt. Es ist eine Tour, die sich auch für Familien anbietet. Die Wege sind breit und gut ausgebaut – und dann lockt ja überall Wasser. Radler, was wollt ihr mehr?