Arbeitsunfall in Fabrik: Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.04.2026 00:38, aktualisiert am 17.04.2026 05:02

Arbeitsunfall in Fabrik: Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei

Die Leichen wurden noch in der Nacht abtransportiert, nun muss die Todesursache geklärt werden. (Foto: Sascha Ditscher/dpa)
Die Leichen wurden noch in der Nacht abtransportiert, nun muss die Todesursache geklärt werden. (Foto: Sascha Ditscher/dpa)
Die Leichen wurden noch in der Nacht abtransportiert, nun muss die Todesursache geklärt werden. (Foto: Sascha Ditscher/dpa)

Nach einem tödlichen Arbeitsunfall in einer Lederfabrik und Pelzgerberei im hessischen Runkel übernimmt die Kriminalpolizei die Ermittlungen. Das teilte in der Nacht das Polizeipräsidium Westhessen mit. Nun gehe es darum, die Todesursache der Opfer zu klären. Im Zentrum der Ermittlungen stünden die Chemikalien in einer Grube, die nun untersucht werden müssten. 

Bei dem Unglück in dem 9500-Einwohner-Städtchen im Kreis Limburg-Weilburg sind am Donnerstagnachmittag drei Arbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere Männer seien schwer verletzt mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht worden, teilte das Landesinnenministerium mit. Die Verletzten schweben in Lebensgefahr. Rund 150 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und Gefahrenabwehr waren zeitweise im Einsatz. 

Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gehen die Behörden davon aus, dass es in der Grube der Gerberei zu einer Kohlenmonoxidbildung gekommen sei, die zum Tod der Arbeiter geführt habe. Nach ersten Erkenntnissen waren sie nacheinander in die Grube gestiegen und dort verunglückt. 

Spezialisten untersuchen Chemikalien

Die Toten und Verletzten seien am späten Nachmittag aus einer Auffangklärgrube der Gerberei geborgen worden. Sie waren von einem Mitarbeiter der Firma aufgefunden worden. Mit welchen Chemikalien sie genau in Berührung gekommen seien, müsse noch ermittelt werden, berichtete Kreisbrandmeister René Schultheis. Dazu würden nun nach Angaben der Polizei Spezialisten hinzugezogen.

Da in dem betroffenen Betrieb mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet werde, seien die Einsatzkräfte, die unmittelbar mit den verletzten Personen in Kontakt standen, am Abend dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt worden. Davon waren etwa 45 bis 50 Einsatzkräfte betroffen.

© dpa-infocom, dpa:260416-930-955675/3


Von dpa
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