Wie lassen sich die Geschenke finanzieren? Viele einkommensschwache Familien tun sich schwer, ihren Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu bieten. Seit vielen Jahren unterstützt hier die Aktion „ANwichteln”. Spenderinnen und Spender erfüllen Mädchen und Jungen einen Weihnachtswunsch. So können Menschen helfen.
Die gemeinschaftliche Aktion tragen die evangelischen Innenstadtgemeinden St. Johannis und St. Gumbertus, der Seniorenbeirat und der Jugendrat der Stadt sowie das Diakonische Werk Ansbach. Bereitgestellt vom Seniorenbeirat, wird ein Wunschbaum im Beringershof mit allerlei Wunschgeschenken für ungefähr 25 Euro geschmückt sein. Am Freitag, 28. November, startet die Aktion gegen 15 Uhr.
Wer ein Präsent spenden will, nimmt sich bis Mittwoch, 10. Dezember, einen Wunschzettel mit, besorgt das Geschenk und packt es ein. Der Beringershof ist in diesem Zeitraum jeweils bis 20 Uhr geöffnet, von Samstag, 29. November, an ab 9 Uhr.
Abgeben können die Schenkerin oder der Schenker es bis Donnerstag, 18. Dezember, im Pfarramtsbüro der Innenstadtgemeinden auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz. Ausgabe der Geschenke ist am Montag, 22. Dezember.
Alternativ lässt sich der Geldbetrag (oder ein anderer) ans Diakonische Werk spenden. Übrige Spendengelder setzen die Beteiligten für bedürftige Kinder in Stadt und Landkreis Ansbach ein. Damit kann man einkommensschwache Familien auch während des Jahres unterstützen. Dies betont Christiane Behlert von der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (Kasa) im Diakonischen Werk.
Es gebe zwar mit dem Bildungs- und Teilhabepaket viele Hilfsangebote vonseiten des Staates. „Aber trotzdem sind die Kinder ausgebremst, wenn zum Beispiel die entsprechenden Fußballschuhe fehlen.” Wichtig sei, deren Anonymität zu wahren.
„Einkommensschwache Familien konnten mit ihrem Bescheid der entsprechenden Leistung bereits zu uns kommen”, berichtet Sonja Gruber von der Kasa. Die Wunschzettel ließen sich dann ausfüllen. Von den vorherigen Aktionen erzählten nach den Worten der Diakonie-Vertreterin viele Familien ausdrücklich, „wie wunderschön diese Geschenke verpackt waren”. Die Menschen gäben sich viel Mühe.
„Jeder redet von Kinderarmut, und es sind nur immer blanke Zahlen, die man in den Nachrichten hört”, gibt Christiane Behlert zu bedenken. Die Mädchen und Jungen litten jedoch darunter, dass sie am gesellschaftlichen Leben einfach nicht so teilhaben könnten. „Uns macht es stolz, wenn man so helfen kann”, hebt der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Fritz Heubeck, hervor.
Außerdem konnten sich Mädchen und Jungen – dieses Jahr neu – statt für ein Geschenk für einen Gutschein entscheiden: zum Beispiel für Geschäfte, Minigolf, das Aquella, das Kommando-Grimm-Weihnachtsmärchen, das Kino oder das Theater Ansbach.
„Diejenigen, die die Wünsche haben, durften angeben, von wo sie am liebsten einen Gutschein haben würden”, informiert der geschäftsführende Pfarrer für die zwei Innenstadtgemeinden, Oliver Englert. Für die Menschen, die die Wünsche erfüllen, bedeute die Aktion eine ganz große Freude. Voriges Jahr pausierte die Aktion krankheitsbedingt.
Dieses Jahr sind es 64 Wünsche. „Es kommen wahrscheinlich noch ein paar hinterher”, macht Pfarrer Englert deutlich. Jemand habe auch schon 250 Euro gespendet – im Verborgenen. Eine Andacht findet am Montag, 1. Dezember, um 16 Uhr am Wunschbaum statt. Alkoholfreien Punsch und Lebkuchen stellt der Seniorenbeirat. Der CVJM-Posaunenchor spielt; der CVJM ist der Christliche Verein junger Menschen.
Das Spendenkonto des Diakonischen Werks Ansbach lautet DE12 7655 0000 0000 3443 33. Der Verwendungszweck ist „ANwichteln”.