Ansbacherin Leonie Schinko holt bayerischen Titel im Mehrkampf | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.03.2023 13:59

Ansbacherin Leonie Schinko holt bayerischen Titel im Mehrkampf

Mit ihrem Sieg im abschließenden 800-Meter-Lauf sicherte sich Leonie Schinko (Startnummer 107) den Gesamtsieg. (Foto: Claus Habermann)
Mit ihrem Sieg im abschließenden 800-Meter-Lauf sicherte sich Leonie Schinko (Startnummer 107) den Gesamtsieg. (Foto: Claus Habermann)
Mit ihrem Sieg im abschließenden 800-Meter-Lauf sicherte sich Leonie Schinko (Startnummer 107) den Gesamtsieg. (Foto: Claus Habermann)

Die bayerischen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften brachten für Leonie Schinko vom TSV 1860 Ansbach die Rückkehr auf das oberste Podest bei Landesmeisterschaften. Mit Bestleistungen im Hochsprung und 60-m-Hürdensprint sowie einem couragierten 800-m-Lauf gewann Schinko in München Gold im Fünfkampf der Altersklasse U18.

44 Punkte hinter der bis dahin Führenden ging die Ansbacherin in den abschließenden 800-m-Lauf. Zumindest Silber war nach hinten abgesichert. Aber zu Gold waren nun vier Sekunden Vorsprung über die 800 Meter nötig. Schinko war in der entscheidenden letzten Disziplin eines Mehrkampfes im Kampf um den Meistertitel nicht zu bremsen. 4,06 Sekunden vor der bislang Führenden überquerte sie in 2:34,96 Minuten als schnellste Läuferin die Ziellinie. 48 Punkte mehr ergab die Berechnung, insgesamt 3471 Punkte und die Goldmedaille mit vier Punkten Vorsprung.

Neuer persönlicher Rekord im Hochsprung mit 1,63 Metern

Basis für die Chance auf den Meistertitel waren zwei Bestleistungen zuvor. Im 60-m-Hürdenlauf zog die Ansbacherin mit 9,11 Sekunden allen anderen 20 Konkurrentinnen mit einer Steigerung um sechs Hundertstel gegenüber ihrem Lauf bei den bayerischen Einzelmeisterschaften davon. Und auch im Hochsprung war Schinko die Beste aller Mehrkämpferinnen. Ohne Fehlversuch ging es souverän bis zum neuen persönlichen Rekord von 1,63 Metern.

Dass es trotz dieser drei Siege in den Einzelwertungen doch recht eng im Titelkampf wurde, lag an Kugelstoß und Weitsprung. Als bayerische Vizemeisterin im Weitsprung war Schinko vor kurzem noch 5,41 Meter gesprungen. Nach einem ersten nur zwei Zentimeter übertretenen enorm weiten Versuch schaffte die 17-Jährige jetzt im Mehrkampf zwar nervenstark 5,11 Meter, verlor aber doch 80 Punkte gegenüber ihrer Bestleistung und ihrer Hauptkonkurrentin, die erstmals die 5,40 Meter erreichte.

Auch mit der Kugel begann 12-Meter-Stoßerin Schinko mit einem ungültigen Versuch. Bei nur drei Versuchen im Mehrkampf gelangen dann zumindest beruhigende 10,96 Meter im zweiten Durchgang. Aber auch da lag die Differenz zur Konkurrenz und zur eigenen Bestleistung bei etwa 70 Punkten, die es erst einmal zu verkraften galt.

Der abschließende 800-Meter-Lauf brachte dann die Mehrkampf-Entscheidung zwischen der besten Hochspringerin und Hürdenläuferin einerseits und der an diesem Tag besten Weitspringerin und Kugelstoßerin andererseits. Mit ihrem dritten Disziplinsieg und dem punktgenauen Vorsprung gewann Leonie Schinko den bayerischen Meistertitel im Hallenmehrkampf der U18.

David Kleinschrodt muss verletzt passen

Mit einem starken Start begann David Kleinschrodt den Siebenkampf in der U18. Dem Ansbacher gelang eine neue Bestleistung im Kugelstoßen mit 10,62 Metern. Als drittschnellster 60-m-Läufer in 7,47 Sekunden blieb Kleinschrodt nur zwei Hundertstel hinter seiner Bestmarke und reihte sich hocherfreut über sein Leistungsniveau in den Kreis der Medaillenanwärter ein.

Auch den Stabhochsprung begann er ordentlich und bis 2,85 Meter war der Athlet des TSV 1860 Ansbach voll im Plan. Doch bei der nächsten Höhe landete Kleinschrodt ungünstig auf der Matte. Der linke Knöchel schwoll an und der 16-Jährige musste seinen Wettkampf vor seinen Paradedisziplinen Hochsprung, Weitsprung und Hürdenlauf aussichtsreich auf Rang vier liegend abbrechen.

Leo Trumpp wird mit Platz fünf belohnt

In der Altersklasse M14 hatte Leo Trumpp vom TuS Feuchtwangen einen Vierkampf zu absolvieren, der ihn nicht gerade in seinen stärksten Einzeldisziplinen forderte. Eine neue Hürdenbestleistung von 10,25 Sekunden motivierte ihn aber zum Auftakt. Mit 4,75 Meter im letzten Versuch des Weitsprungs ließ Trumpp den nächsten persönlichen Rekord folgen. 9,79 Meter mit der Kugel lagen nur zwölf Zentimeter unter Bestleistung, brachten dem Feuchtwanger mit Rang vier aber die bislang beste Einzelplatzierung und schoben ihn auf Gesamtrang fünf vor.

Die drei Athleten auf den Medaillenrängen waren mit 11- und 12-Meter-Stößen enteilt, aber im abschließenden 1000-Meter-Lauf sicherte sich Leo Trumpp mit der zweitbesten Laufzeit aller 13 Teilnehmer in 3:19,99 Minuten und 1904 Punkten den fünften Platz in der M14.


Von Erich Grau
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