In Ansbach werden Schlaganfall-Helferinnen und -Helfer ausgebildet. Der ortsansässige Rotary Club hat dafür 5000 Euro gespendet.
In der Stadt und dem Landkreis Ansbach erleiden etwa 1000 Menschen jährlich einen Schlaganfall. Der große Teil überlebt statistisch einen Schlaganfall, doch oft ist das Leben nicht mehr wie zuvor. Rund 60 Prozent der Erkrankten sind danach körperlich oder psychisch eingeschränkt und auf Unterstützung angewiesen, erklärte der Ansbacher Neurologe Dr. Udo Feldheim. Deshalb rief er 2016 in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Ansbach und dem Kreisverband des Roten Kreuzes die ehrenamtlichen Schlaganfall-Helferinnen und Helfer in der Region Ansbach ins Leben.
Nun übergab der Rotary Club in Anwesenheit der beiden Schirmherren des Projekts, Oberbürgermeister Thomas Deffner und Landrat Dr. Jürgen Ludwig, eine Spende in Höhe von 5000 Euro an das Rote Kreuz. Bis jetzt wurden in Ansbach 87 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ausgebildet, eine Rekordzahl in ganz Deutschland.
In dem 40-stündigen Kurs wird nicht nur die Krankheitslehre thematisiert, das Repertoire der Helfer muss breit gefächert sein: „Viel ist auch menschlicher Einsatz. Betroffene fühlen sich auch oft allein, dafür sind wir auch da“, betonte BRK-Ansprechpartnerin Renate Brodwolf.
Für Feldheim ist Ansbach eine Art Leuchtturm des Projekts, nicht nur wegen den vielen Ehrenamtlichen: „Für uns ist alles in Ansbach losgegangen, von hier wurde das Projekt auch nach Thüringen und Hessen gebracht.“ Lob gab es nicht nur für die Verantwortlichen vom Roten Kreuz. Landrat Jürgen Ludwig betonte auch, was für eine gute Arbeit Dr. Feldheim leiste. Als Arzt, aber auch als ehemaliger Präsident und mittlerweile Governor des Rotary Clubs, habe er das nötige Netzwerk für das Projekt aufgebaut.
Nächstes Jahr soll wieder ein Kurs inklusive Prüfung zur Ausbildung zertifizierter Schlaganfall-Helferinnen und -Helfer stattfinden. Anmelden kann man sich hierfür telefonisch unter 0981/461 151 003 oder per E-Mail bei renate.brodwolf@brk.de.