Ansbacher Goalballer verpasst Viertelfinale bei World Games | FLZ.de

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Veröffentlicht am 24.08.2023 14:00, aktualisiert am 25.08.2023 10:35

Ansbacher Goalballer verpasst Viertelfinale bei World Games

Fabian Diehm (rechts) auf der Center-Position im Nationaltrikot, daneben Teamkollege Oliver Hörauf (hier bei einem anderen Turnier). (Foto: Ryo Ichikawa/IBSA)
Fabian Diehm (rechts) auf der Center-Position im Nationaltrikot, daneben Teamkollege Oliver Hörauf (hier bei einem anderen Turnier). (Foto: Ryo Ichikawa/IBSA)
Fabian Diehm (rechts) auf der Center-Position im Nationaltrikot, daneben Teamkollege Oliver Hörauf (hier bei einem anderen Turnier). (Foto: Ryo Ichikawa/IBSA)

Der Ansbacher Goalballer Fabian Diehm bestreitet zusammen mit der Nationalmannschaft die IBSA (Internationale Blindensport Föderation) World Games 2023. Ausgtragen wird das Turnier in Englands zweitgrößter Stadt Birmingham. Der Sieger des Wettbewerbs sichert sich eines der raren Tickets für die Paralympischen Spiele 2024 in Paris.

„Ich bin zufrieden mit mir, die Defense sitzt bisher ganz gut“, zieht der 25-Jährige aus Ansbach Zwischenbilanz. Zum Zeitpunkt des Telefonats mit der FLZ konnte das deutsche Team aus vier absolvierten Gruppenspielen dreimal siegreich hervorgehen. „Gegen Südkorea haben wir häufiger Penalties verursacht, aber auch der ungewohnte Betonboden hat dafür gesorgt, dass es zu gewöhnungsbedürftigem Ballverhalten kam“, erklärt Diehm die 3:8-Niederlage zum Auftakt. Es folgten Siege gegen Großbritannien (7:4), Finland (9:6) und Ägypten (5:2).

Die schweren Gegner kommen erst noch

Außerdem in der Vorrunde warteten auf die Truppe um den Ansbacher – der seit 2018 im Nationalkader ist – mit Litauen und Japan zwei harte Brocken. „Wir kennen beide Mannschaften, haben auch schon gegen beide in der Vergangenheit gewonnen. Dennoch werden es zwei schwere Spiele auf Augenhöhe“, prognostizierte er im Vorfeld, „eines der Matches sollten wir gewinnen, um uns eine gute Position für das Viertelfinale zu verschaffen.“

Gegen das stärkste Team Europas, Litauen, klappte das nicht. Die Mannschaft aus dem Baltikum führte bereits zur Halbzeit mit 8:1. Zwar verringerten die deutschen Athleten den Abstand in der zweiten Hälfte, konnten die 6:11-Niederlage aber nicht abwenden. Auch das Spiel gegen Japan verloren die deutschen Goalballer mit 4:9. Der direkte Konkurrent im Kampf ums Viertelfinale aus Finland sicherte sich dagegen mit einem 11:5 gegen Ägypten den dritten Sieg und landet so durch ein besseres Torverhältnis auf dem vierten Platz vor Deutschland.

Weniger Teams bei den Paralympics zugelassen

Lediglich der Sieger des Turniers qualifiziert sich für die Paralympischen Spiele 2024 in Paris. Nach dem 2021 in Tokio ausgetragenen Sportfest beschloss das Internationale Paralympische Komitee (IPC) das Teilnehmerfeld in allen Teamsportarten auf acht Mannschaften zu reduzieren. Dadurch sollen Kosten eingespart werden, aber auch Plätze für mehr Teilnehmer geschaffen werden, um „neue Chancen für Athleten aus anderen Sportarten zu kreieren“, wie es in der Pressemitteilung des IPC heißt. Das erschwert nicht nur die Qualifikation zur Teilnahme, sondern „ist auch schade für den Sport an sich“, findet Fabian Diehm.

Einzige weitere Möglichkeit, sich jetzt noch für die Spiele 2024 zu qualifizieren, ist ein Sieg bei den IBSA European Championships im Dezember.

Einzeltraining in Lehrberg

Seit dieser Saison spielt der gelernte Physiotherapeut für den Goalball-Bundesligisten RGC Hansa aus Rostock. Wohnhaft ist der Franke aber weiterhin in Ansbach. „Ich mache viel Einzeltraining in der Sporthalle Lehrberg, was mir durch Bürgermeisterin Renate Hans ermöglicht wurde. Zusätzlich halte ich mich im Fitnessstudio in Form.“


Von Uli Wagner
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