Ansbacher feiert mit Goalballern endlich wieder einen Turniersieg | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 23.04.2025 10:00

Ansbacher feiert mit Goalballern endlich wieder einen Turniersieg

Das deutsche Team in Litauen mit Fabian Diehm (vorne rechts). (Foto: Goalball Germany)
Das deutsche Team in Litauen mit Fabian Diehm (vorne rechts). (Foto: Goalball Germany)
Das deutsche Team in Litauen mit Fabian Diehm (vorne rechts). (Foto: Goalball Germany)

Erfolge bei internationalen Turnieren sind in den letzten Jahren selten geworden für die deutsche Goalball-Nationalmannschaft. In Litauen nun war das Team wieder einmal die Nummer eins.

„Das Turnier war eine gute Standortbestimmung im Hinblick auf die Europameisterschaft im Herbst in Finnland“, sagt der Ansbacher Fabian Diehm. Für den 27-Jährigen gab es auch eine persönliche Auszeichnung. Er wurde als bester Defensivspieler geehrt. Die Ehrung als bester Scorer ging an den Südkoreaner Tae Jeong für beeindruckende 39 Tore.

Als Gruppenzweiter ins Halbfinale

In Trakai, einer 5000-Einwohner-Stadt, feierte das deutsche Team in der Vorrunde Siege gegen Polen (8:7), Litauen (13:7) und Finnland (13:6). Außerdem gab es ein Remis gegen Australien (5:5) und eine knappe Niederlage gegen Südkorea (10:11), die den Gruppensieg kostete.

Im Halbfinale gegen Australien setzte sich Deutschland überlegen mit 13:4 durch und revanchierte sich im Endspiel mit einem 11:8-Erfolg bei den Südkoreanern für die Vorrundenniederlage. Rang drei ging an Australien.

Erfolgserlebnis tut richtig gut

„Es war unser erster Turniersieg seit einem Vorbereitungsturnier vor den Paralympics in Tokio – trotz sehr dünner Personaldecke, da uns eine Grippewelle erwischt hat“, sagte Trainer Reno Tiede, „dieses Erfolgserlebnis tut uns richtig gut“.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Coach gab wegen der vielen Ausfälle, auch der Diebacher Thomas Steiger war betroffen, ein kurzzeitiges Comeback.

Beim Nations Cup war Japan zu stark

Nicht so erfolgreich verlief zuvor der Nations Cup in Berlin. Mit Steiger und Diehm im Kader unterlag Deutschland im Viertelfinale dem Paralympics-Sieger Japan mit 6:16. Nach Niederlagen gegen Polen (11:12) und den Paralymics-Bronzemedaillengewinner Brasilien (9:11) hatte ein 6:3 gegen Montenegro den Einzug ins Viertelfinale gebracht.

Im Kalender stehen nun die Para Games in Rostock und als wichtigstes Turnier des Jahres die Europameisterschaft in Lahti. Dort geht es um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2026 in China. Diehm, der in einer Ansbacher Praxis und bei den Regionalliga-Fußballern der SpVgg Ansbach als Physiotherapeut arbeitet, gehört seit 2018 zur Nationalmannschaft.

In der Liga weiter für Hans Rostock

Goalball ist ein Mannschaftssport für Menschen mit Sehbehinderung. Auf einem 18 mal neun Meter großen Spielfeld stehen sich zwei Teams mit jeweils drei Spielern gegenüber und versuchen, einen Klingelball ins gegnerische Tor zu werfen, das die komplette Breite des Spielfeldes einnimmt.

Zwecks Chancengleichheit tragen alle Spieler eine Dunkelbrille. In Deutschland wurde 2013 eine Bundesliga eingeführt.

Da ist das Ding: Fabian Diehm reckt den Pokal in die Höhe. (Foto: AktiveGoal/Binh Truong)
Da ist das Ding: Fabian Diehm reckt den Pokal in die Höhe. (Foto: AktiveGoal/Binh Truong)

Ansbacher gewinnt mit Rostock erneut den Pokal im Goalball

Anders als in der Bundesliga gelingt Fabian Diehm im Pokalwettbewerb die Titelverteidigung. Nun warten neue Aufgaben mit der Nationalmannschaft.
07.11.2024 15:00
query_builder3min

In der spielt Diehm recht erfolgreich für Hansa Rostock. In die im Mai beginnende Saison gehen die Rostocker als Pokalsieger und Vizemeister.

Außerdem stehen für den Verein internationale Spiele an. „Wir wollen natürlich auch in der Champions League ziemlich weit oben landen“, sagt Diehm.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
north