Es läuft für die Piranhas: Im dritten Spiel holten die Basketballer von hapa Ansbach den dritten Sieg. Mit dem 93:70 (43:36) gegen den TV Augsburg haben sie sich an der Spitze der Basketball-Regionalliga Südost, Gruppe Süd, festgesetzt.
„Diese Turnhallen-Atmosphäre hatte ich schon lange nicht mehr“ sagte Sebastian Schröder, „aber es hat sich gut angefühlt und Spaß gemacht“. Viel Zeit zur Vorbereitung hatte der Ansbacher Neuzugang von den Nürnberg Falcons nicht. Nach zwei Wochen Urlaub mit der Familie war er erst um 11 Uhr aus dem Flugzeug gestiegen. Dementsprechend beurteilte er sein Pflichtspieldebüt für die Piranhas noch zurückhaltend mit „viel Luft nach oben“.
Dabei führte Schröder in der Starting Five von Beginn an Regie und versenkte gleich seine ersten beiden Würfe im Korb. Nach der einzigen Führung der Augsburger im gesamten Spiel glich der Ex-Profi nach 40 Sekunden zum 2:2 aus. Mit seinem ersten Versuch von jenseits der Dreipunktlinie nach gut zwei Minuten baute er den Vorsprung der Gastgeber auf 9:2 aus.
Noch im ersten Viertel zeigte der 36-Jährige eine weitere Variante seines Könnens. Nachdem die Augsburger zwischenzeitlich noch einmal ausgeglichen hatten, eroberte er den Ball am eigenen Korb und schloss seinen anschließenden Lauf über das gesamte Feld mit einem Korbleger zur 19:17-Führung ab
Es konnte so natürlich nicht weitergehen. Am Ende war Schröder mit 12 Zählern (3 von 4 Zweierwürfen, 2 von 9 Dreiern) gar nur viertbester Punktesammler einer Mannschaft, die vielmehr durch ihre Ausgeglichenheit glänzte. Mit Raul Dumnici (19 Punkte/1 Dreier), Tevon Schnabel (14/2), Paul Nzeocha (14), Kapitän Christian Imberi (12/1) und David Kurpiela (11/2) trafen noch weitere fünf Spieler zweistellig.
Aber die Augsburger waren zumindest in der ersten Halbzeit ein hartnäckiger Gegner und ließen sich nach der 24:17-Führung der Piranhas im ersten Viertel bis zur Pause (43:36) noch nicht abschütteln. Allen voran Stjepan Topalovic, mit 21 Punkten (4 Dreier) der Topscorer der Partie, hielt sein Team im Spiel.
Auch Mitte des 3. Abschnitts waren die Gäste nach einem technischen Foul gegen Ansbachs Trainer Martin Ides beim 54:47 wieder in Schlagdistanz. In dieser Phase drehte der junge Rumäne Dumnici mit großer Energie und acht Punkten in Folge das Ergebnis wieder in Richtung der Piranhas. Nach einem Dreier von Kurpiela lagen die Gastgeber beim 67:47 in der 28. Minute erstmals mit 20 Zählern vorne, was praktisch die Entscheidung bedeutete.
Mit 71:52 ging es in den Schlussabschnitt, näher als 17 Punkte kamen die Schwaben bis zum Ende nicht mehr heran. „Wir haben eine gute Truppe mit erfahrenen und einigen talentierten jungen Spielern“, sagte Schröder noch. Dies bewies auch sein ehemaliger und aktueller Mannschaftskollege Bastian Doreth, der wegen einer Wadenverletzung selbst nicht mitspielen konnte. Der 35-Jährige Ex-Nationalspieler brachte sich in den Spielunterbrechungen mit dem Wischmopp auf dem Parkett der Turnhalle ein, was sicher auch ein Signal für den guten Teamgeist innerhalb der Truppe ist.
hapa Ansbach: Schnabel (14 Punkte/2 Dreier, 22:39 Minuten Einsatzzeit), Kurpiela (11, 2, 29:46), Filmore (3/1, 12:36), Imberi (12/1, 21:08), Dumnici (19/1, 24:55), M. Eckert (2, 15:33), Neubert (6, 17:08), Schröder (12/2, 25:38), Nzeocha (14, 30:37).
Beste Werfer Augsburg: Topalovic (21/4), Breuer (14/3), Woelki (12), Hack Vazquez (9).
Viertelergebnisse: 24:17, 19:19, 28:16, 22:18.