Ansbacher Basketballer empfangen zum ersten Halbfinalspiel die TS Jahn München | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.03.2026 18:00

Ansbacher Basketballer empfangen zum ersten Halbfinalspiel die TS Jahn München

Paul Nzeocha (in weiß, im Hauptrundenspiel gegen den Münchner Luis Sinzinger) wird den Ansbachern unter dem Korb fehlen. (Foto: Martin Rügner)
Paul Nzeocha (in weiß, im Hauptrundenspiel gegen den Münchner Luis Sinzinger) wird den Ansbachern unter dem Korb fehlen. (Foto: Martin Rügner)
Paul Nzeocha (in weiß, im Hauptrundenspiel gegen den Münchner Luis Sinzinger) wird den Ansbachern unter dem Korb fehlen. (Foto: Martin Rügner)

Für die Basketballer von hapa Ansbach gehen am Samstagabend (19.30 Uhr) in der Weinberghalle die Playoffs in der 1. Regionalliga Südost weiter. Zu Gast im ersten Halbfinalspiel ist die TS Jahn München, mit der sich die Piranhas seit einigen Jahren heiße Duelle liefern.

Erst vor zehn Jahren startete die Turnerschaft mit einem Männerteam in der untersten Liga. 2023 kamen die Münchner in der 1. Regionalliga Südost an, das erste Duell gewannen sie in Ansbach gleich mit 89:65. In der Vorsaison erreichte der Jahn dann erstmals die Playoffs, wo es im Viertelfinale wieder gegen Ansbach ging. Spiel eins gewannen die Piranhas zuhause nach Verlängerung mit 83:78, nachdem sie zur Pause mit 18 Punkte in Rückstand lagen. Der folgende 70:60-Sieg in München brachte den Einzug ins Halbfinale.

Jahn eliminierte im Viertelfinale die Baskets Vilsbiburg

Jetzt geht es also im Halbfinale gegen den Jahn, der im Viertelfinale die Baskets Vilsbiburg in drei Spielen eliminierte. Dass die Niederbayern zuvor den Ansbachern die einzigen beiden Hauptrunden-Niederlagen zugefügt hatten, zeigt, wie eng die Liga beieinander ist. Dennoch beendeten die Piranhas die Hauptrunde in der Südstaffel als Erster. Jahn München war nur zwei Punkte dahinter Zweiter. Im vorentscheidenden Spiel um Platz eins in Ansbach lagen die Münchner bis kurz vor Schluss vorne, doch durch einen Korbleger von Raul Dumnici 4,2 Sekunden vor der Sirene gewannen die Gastgeber noch mit 69:68.

Die Münchner Leistungsträger sind wieder im Team

Diese Partie zeigte erneut, wie unangenehm das unorthodoxe und physische Spiel des Talentschuppens für das Team von Nico Probst ist. Viel einfacher wird es wohl auch diesmal nicht werden. „Das ist eine körperlich sehr starke Mannschaft, die mit extrem hoher Intensität spielt“, sagt Ansbachs Trainer Nico Probst, der sich die Viertelfinals gegen Vilsbiburg auf Video angeschaut hat.

In Spiel 1 (98:89) hatte München einige Ausfälle zu verkraften, sodass sich Luis Sinzinger mit 24 Punkten zum Topscorer aufschwang. Bei der 84:97-Niederlage in Vilsbiburg war Ex-Profi Jannis Grußendorf mit 21 Zählern der beste Münchner. Und beim entscheidenden 94:81 in eigener Halle hatten dann die üblichen Leistungsträger Daniel Urbano (27), Grußendorf (17), der genesene Mateo Jukic (13) und Benjamin Voit (10) das Heft wieder in der Hand.

Beim knappen Hauptrundensieg taten sich die Piranhas unter den Körben schwer

„In allen Spielen ging es richtig zur Sache, in den Playoffs noch mehr als vorher“, weiß Probst, was auf sein Team zukommt. Schon beim knappen Hauptrundensieg taten sich die Piranhas unter den Körben schwer, wie das Reboundverhältnis von 34:48 belegt. Umso bitterer ist deshalb, dass der robuste Center Paul Nzeocha aus familiären Gründen am Samstag nicht zur Verfügung steht. Auch Lars Lenke fällt wegen seiner Muskelverletzung im Oberschenkel weiterhin aus, ebenso wie Nachwuchs-Center Stepan Ides mit einer Fußverletzung.

Nzeocha und Lenke fehlen, Eckert ist dabei

Sollte es nicht noch einen kurzfristigen Engpass bei den Nürnberg Falcons geben, ist in Absprache mit deren Trainer Ralph Junge immerhin Joscha Eckert dabei, obwohl das Zweitligaspiel der Falcons zeitgleich stattfindet. So hofft Probst, dass der Kader wieder groß genung ist, um auch im letzten Viertel noch genügend Kraft zu haben. „Unsere Kadertiefe hilft uns, auch etwa bei der Foulbelastung, weil wir nicht wie manch andere Mannschaften von ein oder zwei Spielern abhängig sind. Deshalb haben wir die engen Spiele in dieser Saison meistens gewonnen. Wir wissen aber, dass auch der Jahn eine breite Qualität im Team hat und es jetzt wieder bei Null losgeht.”

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