Die Städtische Musikschule hat ihr neues Domizil im Gymnasium Carolinum offiziell bezogen: Die Räume in der ehemaligen Direktorenvilla neben der Turnhalle stehen nun komplett der Musikschule zur Verfügung; zudem werden Klassenzimmer im Schulhaus nachmittags und abends für den Unterricht und Orchesterproben genutzt.
Ansbachs Oberbürgermeister Thomas Deffner stellte am Montag bei einem Pressegespräch die Bedeutung der Städtischen Musikschule mit ihren rund 700 Schülerinnen und Schülern heraus. Schon seit Jahren sei es ein Anliegen, für die Schule geeignete Räumlichkeiten zu finden, so Deffner. Dafür habe sich der scheidende Musikschulleiter Ernst Berendes beständig starkgemacht.
Bisher wurden einzelne Zimmer am Platen-Gymnasium von der Musikschule genutzt. Sie boten jedoch nicht genügend Platz und mussten nach dem Unterricht immer wieder geräumt werden. Es gab auch kein eigenes Lehrerzimmer für die mehr als 20 Lehrkräfte der Musikschule.
Mit dem Umzug ans Carolinum habe sich die Situation jetzt deutlich verbessert, betonten der Oberbürgermeister, Ernst Berendes, die neue kommissarische Musikschulleiterin Viola Wenk und ihre Stellvertreterin Bettina Schmidt einhellig. Denn mit der Villa habe die Musikschule nun ihren ganz eigenen Bereich: für ein Lehrerzimmer und die Verwaltung sowie für das Angebot für die Jüngsten, die musikalische Früherziehung. Auch die Schlagzeug-Schüler üben ab sofort in der Villa.
Für den weiteren Unterricht wurde ein Konzept entwickelt: Wenn der große Musiksaal oben im Turm des „Caro“ und Klassenzimmer im Schulhaus nachmittags und abends frei sind, werden die Räume von der Musikschule genutzt.
OB Deffner dankte Caro-Chef Stefan Exner dafür, dass er den Weg bereitet habe, um der Musikschule ein Zuhause zu geben. „Das ist uns wichtig“, erklärte Exner, „wir haben hier einen musischen Zweig, das musikalische Herz schlägt am Caro.“ Somit sei es naheliegend, die Musikschule räumlich anzugliedern. „Natürlich können wir so auch Synergien hervorragend nutzen, weil die Lehrer der Musikschule teils auch bei uns tätig sind“, schloss Exner.
Die städtische Kulturreferentin Nadja Wilhelm und Viola Wenk zeigten sich ebenfalls begeistert von der gefundenen Lösung. „Wir fühlen uns sehr wohl, es ist ein tolles Miteinander“, schwärmte Wenk. Und Berendes freut sich, dass die Musikschule am Ende seiner Dienstzeit doch noch in einem Domizil mit eigenen Räumen angekommen ist. Im Musiksaal wurde denn auch gleich fröhlich aufgespielt.