Ansbach im fröhlichen Aufwärmtraining für das Altstadtfest | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.05.2025 07:00

Ansbach im fröhlichen Aufwärmtraining für das Altstadtfest

Am Trampolinstand kommen die Kinder auf ihre Kosten. (Foto: Robert Maurer)
Am Trampolinstand kommen die Kinder auf ihre Kosten. (Foto: Robert Maurer)
Am Trampolinstand kommen die Kinder auf ihre Kosten. (Foto: Robert Maurer)

Bewährtes Konzept, neue Schwerpunkte: In der Ansbacher Innenstadt läuft bis Sonntag die Veranstaltung „Ansbacher Mess’ – Food & Feines“. Ein sperriger Titel, den kaum jemand verwendet. Meist ist vom Streetfoodfest die Rede. Es läuft nur wenige Wochen vor dem Altstadtfest, das vom 18. Juni bis 22. Juni folgt.

Das vielfältige Essensangebot in der Reitbahn bildet ohnehin den Kern des Angebots – auch wenn die traditionelle Mess’ den Anlass darstellt. Doch die Fieranten mit ihrem illustren Warenangebot haben in Zeiten des Onlineshoppings längst nicht mehr die Magnetwirkung wie noch vor 20 Jahren. Deshalb haben die Stadt und Organisator Philipp Maurer das Markttreiben und das spezielle Essen-auf-Rädern-Angebot zusammengeschnürt.

Wenige Fieranten

Ein knappes Dutzend Stände sind es noch, die sich auf Karl-Burkhardt-Platz, Johann-Sebastian-Bach-Platz und Reitbahn verteilen. Statt Kittelschürzen und Wunderputzmitteln bieten sie selbst gemachte Bonbons, erlesene Seifen oder Überraschungspäckchen – Letztere heißen heute „Mysterytüten“. Es sei gar nicht so leicht, Anbieter zu finden, stellt Maurer fest. Einzig im Bereich Outdoor – also alles rund um Gartengestaltung, Terrassenmöbel oder Grills – habe die Nachfrage das Platzangebot übertroffen.

Drumherum gibt es ganz unterschiedliche Essensstände. Sie bieten Klassiker wie die Currywurst ebenso an wie exotische Kochbananen. 22 verschiedene Trucks sind zu Gast und haben Leckereien aus aller Herren Länder geladen. Etliche sind bereits in der Stadt gewesen, aber fünf von ihnen sind zum ersten Mal hier, sagt Philipp Maurer. Er organisiert das Streetfoodfest in Ansbach zum achten Mal. Vorher hat er etliche Jahre die Silvesterpartys auf dem Martin-Luther-Platz oder auch die Fun-Partys in Dautenwinden auf die Beine gestellt.

Aus seiner Sicht funktioniert die Kombination von Verkaufsständen und Essensbuden gut. „Das ergänzt sich.“ Ein Gang durch die Innenstadt bestätigt das: Schon zum Auftakt war gut was los – trotz Maiwanderungen und Familienradtouren. Das fühlte sich fast wie das Warming-up für das Altstadtfest an.

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Es ist davon auszugehen, dass es mit dem Andrang zumindest bis Samstag so bleibt. Für Sonntag sehen die Wetterprognosen derzeit nicht so rosig aus.

Wunsch: „Vier Tage um den 1. Mai herum”

Die Ausdehnung auf vier Tage sieht Maurer jedenfalls sehr positiv. „Es wäre uns am liebsten, wenn das auch in Zukunft so bleibt. Vier Tage um den 1. Mai herum.“ Bei nur einem Wochenende nimmt der Aufbau im Verhältnis viel Zeit in Anspruch. Wobei der Aufbau ohnehin eine Herausforderung darstellt, wie er schildert. Um die Anwohner in der Innenstadt nicht über Gebühr zu strapazieren, muss alles an einem Tag stehen.

Philipp Maurer ist es wichtig, dass alle Altersgruppen auf ihre Kosten kommen. So passen auch das Weindorf für bis zu 1000 Besucher mit Live-Musik auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz oder die Schau der Ansbacher Oldtimer-Freunde am Sonntag auf dem Martin-Luther-Platz sehr gut ins Gesamtpaket. Am Sonntag haben übrigens auch die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Aus Maurers Sicht soll das Streetfoodfest eine Familienveranstaltung sein. Deshalb ist er sehr bemüht, auch immer wieder neue Attraktionen für Kinder zu finden. In diesem Jahr sind es mehrere Groß-Trampoline für Kinder.

Suche nach einem neuen Namen

Im Sinne der Nachhaltigkeit wäre er gern dem Wunsch des Stadtrats nachgekommen und hätte auf Mehrweggeschirr gesetzt. Aber: „Das ist nicht bezahlbar.“ Es müsste Personal für die Ausgabe eingestellt und eine Spülstraße aufgebaut werden. „Wir haben das durchgerechnet: Wir bräuchten 30 Leute dafür.“ Als Kompromiss kommen kompostierbares Geschirr und Besteck zum Einsatz. Philipp Maurer: „Keiner verwendet Plastik.“

Bleibt noch die Sache mit dem sperrigen Namen des Events. „Mit dem bin ich auch nicht so glücklich. Mir schwebt irgendwas mit ,Raus in den Frühling’ oder so ähnlich vor.“ Da muss er aber noch die Stadtverwaltung überzeugen.

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