Auftakt nach Maß: Mit ausgelassener Stimmung und in entspannter Atmosphäre ist am Mittwoch das 47. Altstadtfest in Ansbach gestartet. Oberbürgermeister Thomas Deffner brauchte drei Schläge, um das erste Bierfass anzustechen. Bis Sonntag erwartet die Menschen ein umfangreiches Programm.
Für fünf Tage die Sorgen und Nöte des Alltags hinter sich lassen, ausgelassen feiern und tanzen und sich an dem ein oder anderen Gaumenschmaus erfreuen: Beim Altstadtfest herrscht im positiven Sinn ein Ausnahmezustand in Ansbach. An guten Tagen tummeln sich allein am Abend bis zu 15.000 Menschen in der Stadt.
Freilich muss für solche Zahlen auch das Wetter mitspielen. Und was das angeht, hatten die Verantwortlichen zum Auftakt durchaus Glück. War es am Mittwoch tagsüber weitgehend bewölkt und windig, klarte der Himmel am Abend auf und die Sonne tauchte die Innenstadt in helles Licht. „Das Wetter ist uns hold”, sagte auch Oberbürgermeister Thomas Deffner bei der offiziellen Eröffnung auf der Bühne am Martin-Luther-Platz.
Deffner wies auf das reichhaltige Programm hin, das die Mitwirkenden für die fünf Tage zusammengestellt haben. „Es ist für jeden etwas geboten”, betonte er. „Man hat eigentlich gut zu tun, dass man bis Sonntag alles gesehen und genossen hat.” Drei Schläge brauchte der Oberbürgermeister, bis das erste Fass Bier angestochen war.
Gegenüber der FLZ hob der Rathauschef noch einmal die Bedeutung der Veranstaltung hervor. „Was in Erlangen die Bergkirchweih und in Feuchtwangen die Mooswiese ist, ist in Ansbach das Altstadtfest”, erklärte er. „Es ist die fünfte Jahreszeit.” Nach seinen Worten ist es ein Fest von Bürgerinnen und Bürgern für Bürgerinnen und Bürger. So etwas stärke den Zusammenhalt innerhalb der Stadt. Ein persönliches Highlight wollte Thomas Deffner nicht nennen. Er werde von Lokalität zu Lokalität ziehen, weil alle Angebote hervorragend seien. „Ich freue mich auf die Abwechslung.”
Dass die Menschen Lust haben, zu feiern, zeigte sich am Mittwoch deutlich. Schon weit vor der offiziellen Eröffnung waren vor allem die Hauptplätze wie der Martin-Luther-Platz oder das Kulturgärtla gut gefüllt. Je später der Abend wurde, desto voller wurde es in den Straßen und Gassen. „Endlich wieder Altstadtfest” oder „Man erkennt Ansbach gar nicht wieder” waren Sätze, die mehrfach zu hören waren.
Die Stimmung war ausgelassen und positiv. Die Menschen genossen ihre Kaltgetränke oder die kulinarischen Angebote auf den Bierzeltbänken, lauschten von dort den Bands oder tanzten zur Musik. Das Angebot war dabei breit gefächert. Auf dem Martin-Luther-Platz sorgte die Party-Coverband „Affenzirkus” für Stimmung. Im Kulturgärtla präsentierte „Loamsiada” eine Mischung aus Mundart-Pop und Urban Brass.
Auf dem Karl-Burkhardt-Platz animierte die Band „The Leftovers” die Menschen zum Tanzen. Wer es musikalisch etwas härter mag, kam zum Beispiel im Adlerhof auf seine Kosten. Insgesamt vier DJs, darunter mit DJ „D3eer” ein Mitglied der Ansbacher Feuerwehr, spielten klassische Techno-Sounds.
Die organisatorischen Fäden laufen in der Stadtverwaltung beim Team um Kulturamtschefin Nadja Wilhelm zusammen. Wurde an alles gedacht? Funktioniert alles so, wie man vorher geplant hat? Spielt das Wetter mit? Das waren unter anderem Fragen, die die Verantwortlichen im Vorfeld der Veranstaltung beschäftigt hatten.
Nach dem offiziellen Auftakt war Wilhelm durchaus anzumerken, dass die Anspannung der vergangenen Tage etwas nachgelassen hatte. „Ich bin jetzt dankbar, dass alles so weit gut anläuft”, sagte sie. In einen absoluten Ruhemodus wird sie bis Sonntagabend allerdings nicht kommen. „Letztendlich trägt man die Verantwortung.” Trotz allem freue sie sich jetzt auf das Altstadtfest. „Ich feiere auch ein bisschen mit.”