Bunte Blitze und lauter Donner: Viele können es kaum erwarten, bis sie in der Silvesternacht ihre Böller entzünden. Viele andere indes können mit dem Feuerwerk nur wenig bis gar nichts anfangen. Tiere reagieren häufig verstört auf die Knallerei. Worauf sollen ihre Halter aufpassen? Günter Pfisterer vom Tierheim gibt Tipps.
Alles rund ums Feuerwerk dürfen Böllerfans seit dem Donnerstag kaufen. Krachen lassen dürfen sie es nur am Silvestertag, dem 31. Dezember, und am Neujahrstag, dem 1. Januar. Doch die Erfahrung von Polizei und Rettungskräften zeigt: Viele denken nicht daran, das einzuhalten, und mit der Pyrotechnik passiert darüber hinaus noch manch ein Unfall.
Was rät der Vorsitzende des Tierschutzvereins Ansbach und Umgebung den Tierhaltern? Katzen wie Hunde sollen sie zu Silvester generell nicht nach draußen lassen, auch wenn die Katzen ständige Freigänger sind, wie Günter Pfisterer deutlich macht. Um die Notdurft zu verrichten, könne man sie freilich rasch in den Garten lassen.
Mit Blick auch auf andere Tierarten legt der Chef des Heims den Haltern ans Herz: „Daheim Fenster und Rollos schließen, damit die Tiere möglichst wenig von dem Krach mitkriegen und damit sie auch den Lichtschein nicht sehen.“
Seien sie in einem eigenen Raum, biete es sich an, von Zeit zu Zeit zu ihnen zu gehen, „damit sie noch ein wenig Ansprache des Menschen bekommen“. Das Heim selbst lässt sich nach den Worten des früheren SPD-Stadtrats gut abschließen – ähnlich wie bei dessen Weihnachtsbasar. Den Hunden sei es dann verwehrt, in den Außenzwinger zu gehen.
Zwischendurch könne das Personal die Tiere schon einmal kurz aufs Außengelände führen. Die Außenzwinger für die Katzen sind gemäß den Angaben des Chefs im Winter ohnehin meist geschlossen.
Im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrats ging es jüngst ausführlich um die lautstarken und bunten Silvestergepflogenheiten. Der Fraktionschef der Offenen Linken, Boris-André Meyer, brachte da eine Bannmeile um das Tierheim ins Spiel. Die würde einer Klage nicht standhalten, erwiderte allerdings der städtische Rechtsreferent Udo Kleinlein.
Tierheim-Chef Pfisterer hält auch nichts von einer Bannmeile. Die Problematik sei überall in der Stadt mit ihren Ortsteilen die gleiche. „Tiere werden in Eyb auch ausgeführt.“ Die Knallerei lasse sich nicht eingrenzen. In der gesamten Kommune müssten die gleichen Verhältnisse herrschen.
Dennoch übt er heftige Kritik: „Die Dummheit liegt eigentlich darin, dass man so viel Geld in die Luft schießt.“ Frei lebenden Tieren würde nur ein Verbot helfen.
Erstmals verzichtet das Tierheim zu Silvester darauf, dass ehrenamtliche Gassigänger ihre Touren mit den Hunden drehen. „Die Hunde würden dadurch viel zu viel Schaden nehmen“, bemerkt Günter Pfisterer, „der Krawall von früh ab ist für die Hunde sehr schlecht.“