Der anerkannte Journalist und bekennende Pazifist Andreas Zumach kommt zu einem Vortrag nach Ansbach. Auf Einladung der Bürgerinitiative „Etz langt's” spricht er am Montag, 3. November, um 19 Uhr über das Thema: „Wettrüsten. Kriegspolitik. Gefahr für Ansbach?”
Die Aufrüstung des Landes hat seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine plötzlich wieder Konjunktur. „Die Bundesregierung will jeden zweiten Euro des Haushaltes für Waffenproduktion und Waffenlieferungen ausgeben”, konstatiert „Etz langt's”.
Im laufenden Jahr stehen 52 Milliarden Euro im Haushalt des Bundes, hinzukommen noch Mittel aus dem Sondervermögen. Bis 2029 ist in etwa eine Verdoppelung der Ausgaben für den Bereich Verteidigung vorgesehen, um die Nato-Vorgabe von zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu erreichen.
Aus Sicht der Bürgerinitiative (BI) ist das der falsche Weg. Schließlich stehen Ausgaben für Soziales, Infrastruktur und für die Kommunen zumindest auf der Kippe. „Auch in unserer Region rutschen immer mehr Städte und Gemeinden in finanzielle Schieflage”, heißt es in der Ankündigung.
Weltweit geben die Länder mehr aus, um in Rüstung zu investieren. Ansbach und Westmittelfranken rückt hierbei durch die Präsenz der US-Armee natürlich besonders in den Fokus. Die BI fragt deshalb, welche Gefahren von einer Aufrüstung von US-Militärbasen für die Region ausgehen.
Journalist Andreas Zumach gilt als Fachmann für Außen- und Sicherheitspolitik. Er war mehr als 30 Jahre in Genf UN-Korrespondent für die Tageszeitung taz und schreibt bis heute für verschiedene deutsch- und englischsprachige Medien. Er hat viele Artikel geschrieben und Vorträge gehalten zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr, zu Strukturen der Rüstungsindustrie, zu Drohnen, Atomwaffen und dem Ukrainekrieg. Mit Ansbach ist der 71-Jährige durch seine Verwandtschaft mit dem früheren Oberbürgermeister Dr. Ernst-Günther Zumach verbunden.
Der Vortrag am Montag, 3. November, beginnt um 19 Uhr im Feuerbachhaus in der Feuerbachstraße 20.