Amazon stellt neue Tablets auf Android-System um | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.10.2026 15:04

Amazon stellt neue Tablets auf Android-System um

Googles Android ersetzt Fire OS: Amazons neue Alexa Tablets beziehen ihre Apps direkt aus Googles Play Store. (Foto: Amazon/dpa-tmn)
Googles Android ersetzt Fire OS: Amazons neue Alexa Tablets beziehen ihre Apps direkt aus Googles Play Store. (Foto: Amazon/dpa-tmn)
Googles Android ersetzt Fire OS: Amazons neue Alexa Tablets beziehen ihre Apps direkt aus Googles Play Store. (Foto: Amazon/dpa-tmn)

Fire OS war gestern. Amazons neue Tablet-Computer setzen nun voll auf Googles Betriebssystem. Die frischen Modelle tragen den Namen Alexa Tablet - weil Amazons Assistenzsoftware tief in ihnen integriert ist. Die Apps werden nun direkt aus Googles Play Store geladen. Die bisherigen Fire-Tablets sollen zunächst weiterhin unterstützt werden. Bei Fire OS handelt es such um eine Amazon-eigene Android-Variante, die ohne Google-Dienste auskommt.

Das neue Flaggschiff-Modell ist das Alexa Tablet 12 Pro. Es hat ein Display mit einer Diagonalen von 12 Zoll und einem 3:2-Seitenverhältnis. Den Bildschirm gibt es auch in einer mattierten Variante, die Lichtspiegelung verhindern soll. Dafür arbeitete Amazon mit dem Glas-Spezialisten Corning zusammen, um ein Photolithografie-Verfahren zu entwickeln, bei dem eine Textur direkt ins Displayglas eingebracht wird.

Assistentin Alexa ist mit dabei 

Alexa+, die Abo-Variante der Assistenz-Software, kann den Bildschirm-Inhalt erfassen und analysieren - und im Auftrag der Nutzer entsprechend Aktiv werden. Die Idee dahinter ist, dass man Alexa zum Beispiel hilft, ein Produkt, das man im Video auf einer Online-Plattform sieht, bei Amazon zu finden und zu bestellen. Aktivieren kann man Alexa entweder per Sprachbefehl - oder über ein Eingabefeld in der unteren rechten Ecke des Bildschirms. Jedes Alexa Tablet verbindet sich nach der Anmeldung mit allen Amazon-Diensten.

Wie bei anderen Tablets gibt es als Zubehör eine Tastatur mit Magnet-Haftung und einen Stift. Was den Stift angeht: Amazon betont speziell, dass die mattierte Oberfläche des Displays stärker das Gefühl vermitteln soll, auf Papier zu schreiben. Beim Lesen imitiert das Tablet ein wenig einen Kindle-Reader des Konzerns und schaltet Benachrichtigungen ab und reduziert den Blauton im Licht des Displays.

Umstieg auf Android - warum eigentlich?

Und warum gibt es nun kein Fire OS mehr? Bei Android habe es Verbesserungen gegeben, die Wechsel von der hauseigenen Abwandlung des Betriebssystems ermöglicht hätten, sagte der zuständige Amazon-Manager Kevin Keith. „Das gibt uns die Möglichkeit, kein eigenes Betriebssystem zu entwickeln und keinen eigenen App Store zu haben.“ 

Zu den relevanten Verbesserungen gehöre, dass man Apps in verschiebbaren Fenstern laufen lassen könne - und der Umgang mit Speicher optimiert worden sei. Das hat es laut Amazon möglich gemacht, die Einstiegsversion mit vergleichsweise mageren 8 GB Arbeitsspeicher auszustatten.

Die Preise für Speicherchips waren zuletzt wegen der hohen Nachfrage beim Ausbau von KI-Rechenzentren explosiv gestiegen. Keith betonte, dass sich Amazon vorerst mit einer niedrigeren Marge zufriedengeben werde, um den Effekt der Preissteigerungen so weit wie wirtschaftlich möglich abzufangen. 

Das Alexa Tablet 12 Pro verkauft Amazon ab 499,99 Euro mit Standard-Display und ab 559,99 Euro mit dem mattierten Bildschirm. Es gibt auch Varianten mit 16 GB Arbeitsspeicher.

Außerdem gibt es die Alexa Tablets mit Display-Diagonalen von 11 Zoll (ab 329,99 Euro) und 8 Zoll (ab 229,99 Euro). Die Kinder-Baureihe heißt künftig Amazon Kids Tablet. Es gibt sie gebündelt mit Schutzhüllen mit Bildschirmgrößen von 8,7 und 11 Zoll.

© dpa-infocom, dpa:261008-930-809833/1


Von dpa
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