Altstadtfest Ansbach: Auf diese Location muss 2027 verzichtet werden | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.06.2026 14:56

Altstadtfest Ansbach: Auf diese Location muss 2027 verzichtet werden

Der idyllische Ziegenwiesen-Platz hat sich beim Altstadtfest bestens etabliert. Die Menschen genossen die lauschige Atmosphäre. Im kommenden Jahr wird das Gelände aber sicher nicht in der Stadtfest-Übersicht auftauchen. (Foto: Robert Maurer)
Der idyllische Ziegenwiesen-Platz hat sich beim Altstadtfest bestens etabliert. Die Menschen genossen die lauschige Atmosphäre. Im kommenden Jahr wird das Gelände aber sicher nicht in der Stadtfest-Übersicht auftauchen. (Foto: Robert Maurer)
Der idyllische Ziegenwiesen-Platz hat sich beim Altstadtfest bestens etabliert. Die Menschen genossen die lauschige Atmosphäre. Im kommenden Jahr wird das Gelände aber sicher nicht in der Stadtfest-Übersicht auftauchen. (Foto: Robert Maurer)

Die Fans des Kulturgärtlas auf dem Altstadtfest müssen 2027 eine Pause machen. Die Veranstaltung auf der Ziegenwiese wird im kommenden Jahr nicht stattfinden können. Der Hochwasserschutz ist der Grund.

Seit vier Jahren ist das Kulturgärtla auf der Ziegenwiese daheim. Schnell hat sich herumgesprochen, welch lauschiges Plätzchen sich dort zwischen Stadtmauer und Rezatparkplatz unter den alten Bäumen befindet. Mit einem familiären Programm haben Svenja Weiß, Julian Weiß, Alida Lieb und Sebastian Lieb dafür gesorgt, dass viele Ansbacherinnen und Ansbacher während des fünftägigen Festes mindestens einen Abstecher zu dem Platz am Rande der Altstadt unternehmen.

Das Wasserwirtschaftsamt will den Hochwasserschutz entlang der Rezat seit Langem verbessern. Nach mehreren Jahren der Vorplanung läuft seit dem vergangenen Jahr die Umsetzung. Im kommenden Jahr ist der Bereich Ziegenwiese dran, um mit Barrikaden geschützt zu werden, wenn in der Rezat zu viel Wasser fließt.

Das Stadtfest und der Bauplan kollidieren

„Das reiht sich ein in die große Baustelle. Das Wasserwirtschaftsamt geht nach derzeitigem Stand von einer Bauzeit von Mai bis Oktober aus”, stellt Kulturamtsleiterin Nadja Wilhelm fest. Der Termin fürs Altstadtfest im kommenden Jahr ist von Mittwoch, 26. Mai, bis Sonntag, 30. Mai. Ein Volltreffer also.

Wilhelm will noch bis zum Herbst abwarten, ob der Zeitplan dann noch genau so gilt. Bei einer derart großen Baumaßnahme könne es leicht zu Verschiebungen um ein paar Wochen kommen, und dann wäre das Stadtfest möglicherweise bereits gelaufen.

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Der zehnte Geburtstag steht an: Die Kulturgärtla-Macher (hintere Reihe, v. li.) Sebastian Lieb, Alida Lieb, Julian Weiß, Sebastian Hauer und Anja Hauer sowie Svenja Weiß (kniend) sind stolz auf das Erreichte. Mit Mia und Jano Lieb steht auch schon die nächste Generation bereit. (Foto: Robert Maurer)
Der zehnte Geburtstag steht an: Die Kulturgärtla-Macher (hintere Reihe, v. li.) Sebastian Lieb, Alida Lieb, Julian Weiß, Sebastian Hauer und Anja Hauer sowie Svenja Weiß (kniend) sind stolz auf das Erreichte. Mit Mia und Jano Lieb steht auch schon die nächste Generation bereit. (Foto: Robert Maurer)

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Allerdings können die Verantwortlichen des Kulturgärtlas auch nicht unbegrenzt zuwarten. „Wir haben mindestens ein halbes Jahr Vorlauf”, erklärt Svenja Weiß vom Orga-Team. „Wir müssen Bands buchen, eine Bühne bestellen, und die Betreiber unserer Essensbuden brauchen ja auch Planungssicherheit.” Wenn das Kulturgärtla nicht stattfindet, suchen letztere sich für das lange Feiertagswochenende im Mai natürlich einen anderen Platz.

„Wir sind zwar traurig, aber es läuft darauf hinaus, dass wir im kommenden Jahr pausieren”, sagt Weiß. Die Stadt sei sehr kooperativ gewesen und habe angeboten, dass das Kulturgärtla 2027 an einen anderen Platz umziehen kann, betonen Svenja Weiß und Alida Lieb. Der naheliegende Stadtgraben stand zur Debatte. Doch der ist aus unterschiedlichen Gründen nicht geeignet, finden die Verantwortlichen des Kulturgärtlas.

Der Stadtgraben als Alternative?

Die nutzbare Fläche ist wegen des Hangs deutlich kleiner. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher ist auf 600 begrenzt. Und das Konzept von der Ziegenwiese mit großer Bühne, Kinderspielecke, mehreren Essensbuden und Ausschank samt Cocktailbar ließe sich nicht so einfach übertragen. „Wir müssten alles anpassen”, gibt Lieb zu bedenken. „Und das für ein einjähriges Ausweichquartier.”

Der Aufwand wäre enorm. Man dürfe nicht vergessen, dass das Kulturgärtla zwar von einer GbR organisiert wird, aber der Großteil der Arbeit auf ehrenamtlichen Schultern ruht. Auch für die vielen Helferinnen und Helfer sei es wichtig, Planbarkeit fürs kommende Altstadtfest zu haben, betonen Lieb und Weiß. „Für die und auch für uns ist es tatsächlich schön, auch mal als Gast auf dem Altstadtfest zu sein”, sagt Svenja Weiß und grinst. „Dafür kommen wir dann 2028 frisch gestärkt wieder. Das ist dann unser zehntes Altstadtfest.”

Während auf der Grünfläche die Maßnahmen zum Hochwasserschutz umgesetzt werden, wird der Verkehr rund um die Kreuzung des Kasernendammes mit der Würzburger Straße eingeschränkt. (Foto: Florian Schwab)
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Lieb, Weiß und Wilhelm hoffen indes, dass die Planungsabteilung des Wasserwirtschaftsamtes noch ein paar Änderungen vornimmt. Um die Ziegenwiese ordentlich nutzen zu können, ist es erforderlich, dass die Bühne und die Kühlwagen dort mit dem Schlepper hingezogen werden können. Das gilt nicht nur fürs Kulturgärtla, sondern auch fürs Bardentreffen oder für das Ziegenwiesenfest der Stadt. „Man muss die Schlepperkurven mitdenken”, sagt Wilhelm.

Hochwasserschutz und Feierplatz

Das Wasserwirtschaftsamt habe sich bereits sehr entgegenkommend gezeigt, betont Wilhelm. Sie ist zuversichtlich, dass sich Hochwasserschutz und die Nutzung der Fläche unter einen Hut bringen lassen.

Nicht vergessen werden darf bei all den Hochwasserschutzmaßnahmen, dass auch die knapp 200 Jahre alte, teilweise baufällige Scheune auf dem Gelände umgebaut werden soll. In Absprache mit dem Denkmalschutz hat sich die Verwaltung darauf verständigt, eine „multifunktionale” Kulturscheune zu schaffen. Vorgesehen ist ein Gebäude ohne Heizung, in dem ein Technikraum, eine barrierefreie Unisex-Toilette, ein Mehrzweckraum sowie ein Lager im Obergeschoss untergebracht werden. Der Stadtrat hat das Konzept im Frühjahr vergangenen Jahres auf den Weg gebracht.

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