„Alle Einkommensklassen abgedeckt“: Im Milchhof in Ansbach entstehen neue Wohnungen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.09.2024 12:25

„Alle Einkommensklassen abgedeckt“: Im Milchhof in Ansbach entstehen neue Wohnungen

Eine der letzten Decken des gesamten Projektes wurde sinnbildlich betoniert: Die Arbeiten liegen im Zeitplan, Ende 2025 soll das Milchhof-Carré fertig sein. (Foto: Evi Lemberger)
Eine der letzten Decken des gesamten Projektes wurde sinnbildlich betoniert: Die Arbeiten liegen im Zeitplan, Ende 2025 soll das Milchhof-Carré fertig sein. (Foto: Evi Lemberger)
Eine der letzten Decken des gesamten Projektes wurde sinnbildlich betoniert: Die Arbeiten liegen im Zeitplan, Ende 2025 soll das Milchhof-Carré fertig sein. (Foto: Evi Lemberger)

Lange Jahre lag das Areal der ehemaligen Bezirksmolkerei in Ansbach brach, inzwischen wird auf der Baustelle emsig an der Umsetzung des Projekts Milchhof-Carré gearbeitet. Zum Deckenfest gut ein Jahr vor der geplanten Fertigstellung verteilten die Verantwortlichen hinter dem Wohnbau-Vorhaben viele Komplimente.

Für ein paar Minuten stand am Dienstag beinahe alles still auf dem 14.000 Quadratmeter großen Gelände. Dort, wo seit einem halben Jahr Dutzende Arbeiter einem Ameisenhaufen gleich ihrer jeweiligen Beschäftigung nachgehen. Gefeiert wurde offiziell das Deckenfest, weil es im Gegensatz zum traditionellen Richtfest aber kein Dach gibt, das es aufzurichten gilt, wurde der Titel kurzerhand umfunktioniert und sinnbildlich die letzte Decke aus Beton gegossen.

Um diesen Zwischenschritt seiner Bedeutung entsprechend zu würdigen, waren auch Arjen ten Brinke, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens aus den Niederlanden, sowie Ralph Büchele, Geschäftsführer der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim, nach Ansbach gekommen. Das Generalunternehmen verantwortet den Bau bis zur schlüsselfertigen Übergabe – im Auftrag der BayernHeim, die als Unternehmen des Freistaats Bayern die Aufgabe hat, „bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen“.

Know-how und Netzwerk des Projektentwicklers waren wichtig

Davon gibt es auch in Ansbach nicht so viel, um den aktuellen Bedarf auch nur annähernd abzudecken. Der Markt an freien Wohnungen ist überschaubar, weshalb sich Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU) in seiner Rede „froh und dankbar“ darüber zeigte, dass sich die Situation mit den am Milchhof entstehenden 208 Wohnungen deutlich verbessere. „Das ist ein tolles Signal. Man kann auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bauen.“

Nicht zuletzt basiert das Millionen-Objekt an der Ecke Milchhofstraße und Beckenweiherallee auf dem Know-how und dem Netzwerk des Projektentwicklers, gepaart mit der Finanzkraft des freistaatlichen Unternehmens. „Solche Projekte entstehen nur durch gute Zusammenarbeit“, lobte Arjen ten Brinke das „Beispiel für erfolgreiche Kooperation und partnerschaftliches Bauen“.

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Auch Ralph Büchele strich das gut funktionierende Miteinander bei diesem Projekt heraus, alle daran Beteiligten hätten Hand in Hand gearbeitet. Auch die städtische Verwaltung, die das Vorhaben unkompliziert und schnell begleitet habe, wurde in diesem Zusammenhang ausdrücklich gelobt.

Neue Bleiben für jeden Geldbeutel

Ansbach sei mit der Umsetzung des Milchhof-Carrés auch dank der ineinandergreifenden Mechanismen ein Vorzeigeprojekt in Bayern. Zudem werde es abseits der Großstädte wie München und Nürnberg in einer kleineren Kommune verwirklicht, noch dazu entspreche der Wohnraummix der Baustruktur just dem avisierten Ziel, neue Bleiben für jeden Geldbeutel zu schaffen.

Gefördertes Wohnen und kleinere Studentenbuden bilden den Großteil der Struktur, daneben hat die BayernHeim aber auch 20 „frei finanzierte“ Wohnungen in ihr Portfolio aufgenommen. „Damit decken wir alle Einkommensklassen ab“, erklärte Büchele.

Die künftigen Mieter der modern mit bodentiefen Fenstern und Fußbodenheizung gestalteten Appartements müssen sich noch ein wenig gedulden. Der Rohbau der gestaffelten und dem Hang auf drei und vier Etagen angepassten Elemente steht kurz vor der Fertigstellung. Wo der Estrich trocken ist, lief der Innenausbau bereits an. Spätestens Ende 2025 soll alles fertig sein. „Bei der schwersten Geburt kommen die schönsten Kinder raus“, spielte Arjen ten Brinke auf die seit 2015 währende Vorlaufzeit des Projekts an.


Florian Pöhlmann
Florian Pöhlmann
Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.
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