Akrobatische Manöver und Nervenkitzel beim Aero-Club Rothenburg | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.07.2025 08:34

Akrobatische Manöver und Nervenkitzel beim Aero-Club Rothenburg

Akrobatische Kunststücke waren am Himmel über dem Flugfeld zu bewundern. (Foto: Margit Schwandt)
Akrobatische Kunststücke waren am Himmel über dem Flugfeld zu bewundern. (Foto: Margit Schwandt)
Akrobatische Kunststücke waren am Himmel über dem Flugfeld zu bewundern. (Foto: Margit Schwandt)

Mit vielfältigen Attraktionen rund um das Fliegen präsentierte sich der Aero-Club Rothenburg anlässlich seines 75-jährigen Bestehens. Den Auftakt machte der Kabarettist Christoph Maul.

Mindestens 140 Karten waren verkauft worden, damit ist der Vorsitzende des Vereins, Stephan Zorn, sehr zufrieden. Zum Jubiläum wolle man den Menschen in der Region und darüber hinaus etwas bieten, Präsenz zeigen. Äußerst effektiv habe der Festausschuss gearbeitet, alles laufe sehr gut.

Bis auf eine Kleinigkeit: Obwohl die Genehmigungsanträge für die Flugtage bereits im März gestellt worden waren, lag eine Woche vor der Jubiläumsveranstaltung noch keine Erlaubnis des Luftamtes Nordbayern vor. Sie kam erst vier Tage vor Veranstaltungsbeginn.

Er rechnet mit Ausgaben in Höhe von rund 12.000 Euro für die Jubiläumsveranstaltung, darunter etliche Gebühren. Selbst wenn die Flugtage keinen Gewinn abwerfen, werde es wohl kein Minus geben. Die letzte größere Veranstaltung des Aero-Clubs, so Zorn, sei 2005 gewesen.

Optimale Bedingungen vor Ort

Toni Eichhorn ist Lufthansa-Pilot, fliegt Langstrecken auf einem Jumbo nach Japan, Korea oder Südafrika. Und er ist Freizeit-Airshow-Pilot, zeigt bei der Jubiläumsveranstaltung beeindruckende akrobatische Manöver mit seiner blauen Extra 330LT am Himmel. Das staunende Publikum ist überwältigt, steht für Fotos mit der Fluglegende an. Von Rothenburg und dem Flugplatz ist Eichhorn begeistert. Die Bedingungen vor Ort seien optimal.

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Markus Koch moderiert die Show und den Ablauf des Nachmittags. Der Rothenburger war bei der Lufthansa tätig, wohnt die meiste Zeit in München und manchmal auch in Rothenburg. Seit 1969 ist er Mitglied im Aero-Club. Er stellt den zweiten Kunstflieger des Nachmittags, Markus Lachner, vor. Der fliegt eine rote „Extra 300S“, zaubert Figuren an den Himmel, allen voran einen Smiley. Der erfahrene Kunstflieger trainiert immer wieder für Wettbewerbe, fliegt sehr exakt, seine Figuren sind sehr genau.

Bundeswehr mit Rettungshubschrauber

Hubschrauber gibt es am Festwochenende ebenfalls zu bestaunen. Ein Rettungshubschrauber der Bundeswehr ist auf dem Flugplatz gelandet, Hauptmann Daniel Horcher stellt ihn vor. Zu den Hauptaufgaben gehört es, vermisste Flugzeuge oder Flugobjekte zu suchen und nach Möglichkeit Menschen zu retten. Der Hubschrauber verfügt über eine Winde und Hightech-Kameras, darunter eine Infrarot-Kamera und eine weitere mit einem Suchbereich von bis zu 20 Kilometern.

Auch stehen der Crew Restlichtverstärkerbrillen zur Verfügung, um eine bessere Sicht bei Nacht zu ermöglichen. Selbstverständlich gibt es Funk an Bord und – vorausgesetzt die Erlaubnis wurde erteilt – es kann sogar eine Handyortung durchgeführt werden.

Segelflugvorführungen sind ebenfalls Bestandteil des Programms: So zeigt der Segelkunstflieger und ehemalige deutsche Vizemeister Klaus Leinert sein großes Können in ganz unterschiedlichen Fluglagen. Und auch ein Doppelsitzer mit offener Haube dreht seine Runden über dem Flugplatz.

Viel Applaus für die Fallschirmspringer

Für die kleinen Besucher gibt es bei der Jubiläumsfeier viel zu bestaunen, vor allem die Modellflugzeuge faszinieren den Nachwuchs. Die Modellfluggruppe Frankenland aus Windelsbach mit ihrem Vorsitzenden Jürgen Dorsch hat verschiedene Flugzeuge am Start. Zwei der Jets fliegen mit Kerosin, drei der großen Kunstflugmaschinen mit Benzin und zwei fliegen elektrisch, haben also einen Akku. Einen Feuerlöscher haben sie mit dabei, gefüllt mit CO₂, falls ein Motor in Brand geraten sollte.

Walter Blass ist mit einem Original-Nachbau einer U.S. Air Force am Start. Er hat die Pläne selbst gezeichnet und das Flugzeug gebaut. Es fliegt rasant schnell, zischt durch die Luft, blinkt. Die Modellflieger fliegen zur Musik, zeigen allerlei akrobatische Kunststücke – zur Freude der kleinen und großen Zuschauenden. Die Fallschirmspringer bekommen ebenfalls viel Applaus: Sie starten in einer Spezialmaschine und springen über dem Flugplatzgelände ab.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt, außerdem gibt es eine Tombola. Wer Glück hat, kann einen Rundflug gewinnen. Wer nicht, kann einen buchen – zum Jubiläumssonderpreis. Ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer wartet dann auf die Passagiere, gepaart mit ein bisschen Nervenkitzel. Und natürlich: Eine atemberaubende Aussicht auf die Landschaft rund um die Frankenhöhe aus der Vogelperspektive.


Von Margit Schwandt
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