Mit stimmungsvollen Liedern, Panflötenklängen und Weihnachtsgeschichten hat der Seniorenclub des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Feuchtwangen im Ulrichsaal Advent gefeiert. Die Veranstaltung war gut besucht.
Bei dieser Gelegenheit lobte die Beauftragte für Wohlfahrt und Soziales beim BRK-Kreisverband Ansbach, Karin Luff, das Engagement der Ehrenamtlichen, die zum Gemeinwohl beitragen. Besondere Anerkennung für die BRK-Seniorenarbeit in Feuchtwangen gebühre Margita Kamleiter mit ihrem Team.
Das BRK sei neben seinen umfangreichen Hilfsdiensten auch in der Wohlfahrtspflege tätig. Jeder Mensch sei beim Seniorenclub willkommen, er müsse auch nicht zwingend BRK-Mitglied werden. So lange man das Haus noch verlassen könne, sollte man es, auch wenn es manchmal schwerfalle, tun. Da könne man auch einmal „egoistisch” sein und kostenlose Angebote annehmen, sagte Luff. Denn wer zu Hause bleibe, der vereinsame und könne nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Wichtig sei es, dass man diese Menschen motiviere und ihnen Angebote unterbreite.
In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Patrick Ruh, dass die Stadt alles dafür tun würde, damit auch in schwierigen Zeiten das soziale Gebilde aufrechterhalten bleibe. „Aktuell sind wir in Feuchtwangen mit der Wiederinbetriebnahme der Kurzzeitpflege seitens der Diakonie, der Ärzteschaft sowie den Senioren- und Pflegeeinrichtungen gut aufgestellt”, meinte der Rathauschef. Dieser Standard müsse längerfristig gehalten werden. Deshalb begrüße die Kommune auch die baldige Neueröffnung einer Augenarztpraxis in Feuchtwangen.
Zudem stelle die BRK-Familie und weitere Sozialverbände mit ihrer uneigennützigen Arbeit einen Gegenpart in diesen schwierigen Zeiten dar. Nur gemeinsam sei man stark und könne „sich den Aufgaben, die vor uns liegen, auch stellen”, betonte Ruh.
Auf die Geschichte und die Bedeutung des Adventskalenders ging Pfarrer Jörg Herrmann in seiner Andacht ein. Die Adventskalender vor rund 100 Jahren hatten meist nur 23 kleine Türchen und ein großes Türchen, das zu Heiligabend mit einer Krippenszene versehen war. Heute seien die Adventskalender mit Schokolade, Teebeuteln, Kosmetika oder Bierfläschchen, also mit Konsumgütern, gefüllt. Was bleibe da noch vom eigentlichen Gedanken von Weihnachten als Fest der Freude, des Miteinander und des Zuhörens, merkte Herrmann an.
Viel Beifall gab es für den Auftritt der Panflötengruppe. Mit den Liedern „Lasst uns froh und munter sein“, „Gloria in excelsis Deo“ und dem Stück „First Noel“ erfreuten Monika Kelm, Birgit Metzger und Christine Walter auf ihren Instrumenten die Gäste.
Margita Kamleiter erinnerte in ihren Rückblick an mehrere Reisevorträge, Ausflüge und seniorenspezifische Vorträge. Zum Ausklang wurden bei Kaffee und Christstollen humorvolle Geschichten und Gedichte vorgetragen.