Ab 2026 wird auf der Ortsdurchfahrt von Wassertrüdingen gebaut | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.12.2025 14:00

Ab 2026 wird auf der Ortsdurchfahrt von Wassertrüdingen gebaut

Die Kreuzung der Oettinger Straße mit der Frankenstraße und der Straße „Hafenmarkt” soll im Zuge der Deckensanierung der Wassetrüdinger Ortsdurchfahrt eine Lichtzeichenanlage erhalten. (Foto: Peter Tippl)
Die Kreuzung der Oettinger Straße mit der Frankenstraße und der Straße „Hafenmarkt” soll im Zuge der Deckensanierung der Wassetrüdinger Ortsdurchfahrt eine Lichtzeichenanlage erhalten. (Foto: Peter Tippl)
Die Kreuzung der Oettinger Straße mit der Frankenstraße und der Straße „Hafenmarkt” soll im Zuge der Deckensanierung der Wassetrüdinger Ortsdurchfahrt eine Lichtzeichenanlage erhalten. (Foto: Peter Tippl)

Die Ortsdurchfahrt von Wassertrüdingen, die Oettinger Straße, wird im kommenden Jahr zur Baustelle. Das Staatliche Bauamt Ansbach will die Asphaltdecke der Staatsstraße sanieren. Zuvor muss die Stadt Kanal und Wasserleitungen im Fahrbahnbereich instand setzen. In der Sitzung des Stadtrates wurde der Vorentwurf zu dem Projekt vorgestellt.

Für die Bevölkerung bedeutet das Vorhaben, das nach derzeitigem Stand auf rund 2,7 Millionen Euro geschätzt wird, zum einen bauliche Verbesserungen, die vor allem die Verkehrssicherheit der Fußgänger betreffen, zum anderen aber auch erhebliche Beeinträchtigungen während der Bauzeit, die auf zwei Jahre angesetzt ist. Zunächst wird die Stadt 2026 ihre Infrastruktur auf Vordermann bringen, im Jahr darauf steht dann die Deckenerneuerung an.

Statt Poller gibt es Hochborde

Gebaut wird ab der Törle-Kreuzung bis kurz nach dem Ortsausgang in Richtung Auhausen. Im Abschnitt zwischen der Törle-Kreuzung und der Einmündung der Eislerstraße steht die beengte Kurvensituation im Fokus, bei der die Gehwege derzeit mit Pollern zur Fahrbahn hin abgesichert werden. Diese sollen entfernt und nach dem Vorschlag des Planungsbüros zur Sicherheit der Passanten durch Hochborde ersetzt werden. Dem stimmte das Gremium in seinem Beschluss zu und segnete zugleich das vorgelegte Konzept ab.

Dieses sieht im weiteren Verlauf der Ortsdurchfahrt stadtauswärts an der Zufahrt zum Kulturtreff ein Asphaltieren der dortigen Bucht vor, die derzeit noch gepflastert ist. Der Bereich der Fußgängerampel wird barrierefrei gestaltet. Wie Maximillian Bschor vom beauftragten Planungsbüro erläuterte, werden zudem dort, wo Seitenstraßen einmünden, die Gehwege weitergeführt und im Einmündungsbereich durch Pflaster auf der Fahrbahn optisch dargestellt. Damit hätten Fußgänger Vorrang.

Für die Kreuzung der Oettinger Straße mit der Straße „Hafenmarkt” und der Frankenstraße sieht das Konzept den Bau einer Lichtzeichenanlage zur Verkehrsregelung vor. Damit soll die unfallträchtige Kreuzung entschärft und eine weitere sichere Querungshilfe für Passanten geschaffen werden. Zudem gibt es eine Fußgängerampel im Umfeld der Bushaltestellen, die sich in der Nähe des Einkaufsmarktes befinden. Die Haltestellen selbst sollen im Zuge der Straßenbaumaßnahme neu gestaltet werden. Zu guter Letzt ist noch ein Lückenschluss im Radwegenetz anvisiert. So soll der Radweg aus Richtung Auhausen an den Wörnitzradweg angebunden werden.

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Die Voruntersuchungen sind erfolgt

Die Voruntersuchungen seien soweit abgearbeitet, berichtete Mario Strobel vom städtischen Bauamt. Zudem habe man bei den Überlegungen das Verkehrsgutachten mit einbezogen und Abstimmungsgespräche mit Behörden, betroffenen Anwohnern und Grundstückseigentümern geführt. Planer Stephan Pfitzinger informierte über die anstehende Instandsetzung von Kanal und Wasserleitungen. Die Hauptleitung der Wasserversorgung sei im Wesentlichen in Ordnung. Schwachpunkt seien dagegen die vielen Verschraubungen, die über Kopflöcher erneuert würden. Auch der Zustand des Kanals sei gar nicht so schlecht, berichtete er. Beim Straßenbau handelt es sich laut Maximillian Bschor um eine Deckensanierung, bei der die oberste Asphaltschicht abgefräst und durch eine neue ersetzt wird.

In der Diskussion wurde die Notwendigkeit einer Ampelregelung für die Kreuzung der Oettinger Straße mit der Straße „Hafenmarkt” und der Frankenstraße hinterfragt. Der Verkehrsplaner habe hier keine Lichtzeichenanlage vorgesehen, merkte Katharina Bucher (Parteiunabhängige Fraktion) an. Mit Sicherheitsaspekten argumentierte hingegen Baurat Daniel Rosenbaum vom Staatlichen Bauamt Ansbach. Behördenmitarbeiter Stefan Hahn fügte noch hinzu, dass es im Bereich der Kreuzung immer wieder zu Unfällen komme. Allerdings muss sich die Stadt an den Kosten für die Ampel beteiligen.

Großräumige Umleitungsstrecken

Die Ampelregelung ermögliche ein sicheres Überqueren der Fahrbahn, betonte CSU-Sprecher Peter Wittmann, der sich zum Vorentwurf positiv äußerte. Brigitte Mahnke (Grüne) hatte hingegen Bedenken, ob der Pflasterbelag, mit dem der Gehweg in Einmündungsbereichen wie etwa der Eislerstraße weitergeführt werden soll, den Ansprüchen der Barrierefreiheit genügt. Wie Pfitzinger erläuterte, wolle man einen ebenen Belag verwenden. Dieser werde dem Pflaster entsprechen, das es in der Innenstadt bereits gebe, ergänzte Mario Strobel.

In einem nächsten Schritt sollen nun die Fördermöglichkeiten abgeklopft werden. Von den geschätzten 2,7 Millionen Euro muss die Stadt, die neben Kanal und Wasser auch für die Gehwege zuständig ist, rund 1,9 Millionen Euro tragen. Thema in der Sitzung waren auch die Umleitungsstrecken, die – wie es hieß – großräumig greifen sollen.

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