2000 Module auf den Dächern der Frankentherme | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.06.2024 20:32

2000 Module auf den Dächern der Frankentherme

Ein Team der FC-Planung GmbH mit Sitz in Bad Windsheim hat nahezu die gesamte Dachfläche der Therme mit PV-Anlagen ausgestattet. Rund 2000 Module waren zwei Monate lang auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern montiert worden. (Foto: FC-Planung GmbH Bad Windsheim)
Ein Team der FC-Planung GmbH mit Sitz in Bad Windsheim hat nahezu die gesamte Dachfläche der Therme mit PV-Anlagen ausgestattet. Rund 2000 Module waren zwei Monate lang auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern montiert worden. (Foto: FC-Planung GmbH Bad Windsheim)
Ein Team der FC-Planung GmbH mit Sitz in Bad Windsheim hat nahezu die gesamte Dachfläche der Therme mit PV-Anlagen ausgestattet. Rund 2000 Module waren zwei Monate lang auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern montiert worden. (Foto: FC-Planung GmbH Bad Windsheim)

Dass die Frankentherme in Bad Windsheim am Donnerstag ihre Pforten nicht wie gewohnt um 9 Uhr geöffnet hat, sondern erst ab 14 Uhr, hatte einen guten Grund: In der Nacht zuvor war die neue Photovoltaik-Anlage (PV) ans Stromnetz angeschlossen worden. Dazu hatte die Therme komplett stromlos geschaltet werden müssen.

Bis die Systeme dann im Laufe des Vormittags wieder hoch gefahren worden waren, dauerte es ein paar Stunden. „Wir nutzen diese Zeit unter anderem für Schulungen und zusätzliche Reinigungsarbeiten. Niemand ist untätig“, sagte Marketingleiterin Sylvia Knoll-Peterson. Für das Thermen-Team sei das alles außergewöhnlich und durchaus spektakulär.

Dass die Aktion reibungslos und störungsfrei abgelaufen ist, freute den Thermen-Geschäftsführer Oliver Fink sehr. Genauso wie Michael Bürger von der FC-Planung GmbH mit Sitz in Bad Windsheim. Er und sein Team haben die PV-Anlage geplant und betreuen nun den Weg bis zur Inbetriebnahme. Bis es so weit ist, müssen weitere Vorbereitungen getroffen werden.

Externer Fachmann prüft die Vorgaben

So wird beispielsweise in Kürze ein externer Fachmann die Anlage prüfen und schauen, ob alle Sicherheitsbestimmungen optimal eingehalten werden. Außerdem werden Mitarbeiter der Bad Windsheimer Stadtwerke vor Ort die werkseigene Leittechnik in Betrieb nehmen. „Und dann kann es losgehen“, sagt Bürger. Baulich seien zum jetzigen Zeitpunkt alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen worden.

Ende Februar dieses Jahres war damit begonnen worden, die rund 2000 Module auf dem Thermen-Dach zu montieren. Zwei Monate lang haben die Arbeiten dazu gedauert. Weitere Vorarbeiten waren parallel dazu gelaufen. Beispielsweise hatten neue Kabelwege gelegt werden müssen, weil die vorhandenen nicht mehr ausreichend waren. Im Zuge dessen ist nun unter der Erde ein neues Leerrohr-System entstanden. Um die notwendigen Wechselrichter geschützt und vor allem dem Brandschutz entsprechend unterzubringen, ist in einem Bereich der Lüftungszentrale ein neuer Raum eingebaut worden.

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Die rund 2000 PV-Module sind auf einer Dachfläche von rund 4000 Quadratmetern montiert worden. Damit sind nahezu alle Dachflächen der Therme abgedeckt. „Wir belegen alle vier Himmelsrichtungen, so dass die Module optimal ausgerichtet sind“, sagt Bürger. Probleme mit der Statik habe es keine gegeben. Denn auch bei sämtlichen Anbauten war bereits stets eine Lastreserve eingerechnet worden.

Der Solarstrom hatte lange keine Priorität

Vor rund zehn Jahren habe man bereits darüber nachgedacht, eine PV-Anlage auf dem Thermen-Dach zu montieren. Doch damals sei das Thema dem Geschäftsführer Fink zufolge „nicht so relevant“ gewesen. Die früheren Entscheidungsträger hätten diesbezüglich keine Priorität gesehen. Durch die Energiekrise sei das Thema dann allerdings verstärkt in den Fokus gerückt.

Rückblickend könne man sich fast glücklich schätzen, findet Michael Bürger. Denn die Technik habe sich im vergangenen Jahrzehnt rasch entwickelt. Wo jetzt acht Wechselrichter arbeiten, wären früher rund 80 Geräte benötigt worden, um eine ähnlich hohe Leistung erbringen zu können.

Die Kosten liegen bei 1,5 Millionen Euro

Rund 1,5 Millionen Euro haben die Planung und die Umsetzung der PV-Anlage gekostet. Die Anlage mit einer Gesamtleistung von rund 815 Kilowatt-Peak (kWp) soll jährlich 700.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom erzeugen und damit rund 30 Prozent des Strombedarfs des Unternehmens decken. Damit werden jährlich rund 405 Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid ausgestoßen.

Die Anlage produziert jährlich so viel Strom, wie 200 Vierpersonenhaushalte benötigen. „Die PV-Anlage ist ein wichtiger Schritt für uns, unseren CO2-Fußabdruck weiter zu reduzieren“, sagt Thermen-Geschäftsführer Fink und verweist gleichzeitig auf die anderen erneuerbaren Energiequellen, die man frühzeitig genutzt habe. So wird Energie zur Wärmeproduktion zum Beispiel zu gut 70 Prozent aus Biomasse, Biogas und Industriewärme gedeckt.

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