Impulse für den beruflichen Weg geben, miteinander ins Gespräch kommen, das Interesse wecken und die Jugendlichen für die vielfältigen Möglichkeiten begeistern – das stand am Dienstag bei der Ausbildungsbörse „Contact“ in der Hesselberghalle in Wassertrüdingen im Mittelpunkt.
Zum neunten Mal haben die Unternehmernetzwerke Netzwerk Fachkräfte und die TRUST Business Lounge mit den Partnern diese Ausbildungsbörse organisiert. 1290 Jugendliche aus 22 Schulen der gesamten Region waren zeitversetzt in der Halle unterwegs und damit laut Veranstaltungsleiter Andreas Fuhr so viele wie noch nie. Zwei Schulen hatten sich noch spontan nachgemeldet.
45 Betriebe, Schulen und Einrichtungen aus dem fränkisch-schwäbischen Raum boten mit ihren Teams ein umfassendes Informationsangebot. Wichtig war, so Fuhr, dass Auszubildende an den Ständen dabei waren. Die Jugendlichen kennen sich untereinander aus Vereinen oder Freizeit, und damit sei der Identifikationsfaktor gewährleistet.
In einer kurzen Gesprächsrunde betonten die Rathauschefs von Dinkelsbühl, Dr. Christoph Hammer, und Wassertrüdingen, Stefan Ultsch, wie wichtig diese Kontaktaufnahme bei der Ausbildungsbörse ist. Hammer sprach von einem elementaren Mosaikstein für die Zukunftsentscheidung der Jugendlichen. Er wies zudem auf den Dinkelsbühler Technologie-Campus und Praktika hin.
ANregiomed könnte junge Menschen ins Krankenhaus zum Reinschnuppern in den Pflegebereich einladen, so Hammer. Vertreten war ANregiomed durch die Akademie Dinkelsbühl/Rothenburg, dem Zentrum für Pflegeberufe Dinkelsbühl, mit stellvertretender Schulleiterin Sigrun Glocke. Sie berichtete von 100 Schülerinnen und Schülern in Ausbildung. Das sei ein ermutigendes Zeichen.
Aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, sowie die Schülerinnen und Schüler motivieren und stärken, seien Aufgaben der Berufsbegleitung, teilten Katja Müller-Brindisi von der Mittelschule Dinkelsbühl und Stefanie Dschubek von der Betty-Staedtler-Mittelschule Wassertrüdingen mit. Unterstützt wird das auch vom Arbeitskreis SchuleWirtschaft mit Fragebögen und fachlicher Begleitung, ergänzte der zuständige Konrektor der Mittelschule Dinkelsbühl, Karl-Heinz Burger. Diese vielfachen Impulse seien wichtig und schaffen für die Jugendlichen eine Auswahlchance, betonte Andreas Wedler, Schulleiter der Dinkelsbühler Wirtschaftsschule.
Eine Ausbildungsbörse ist der erste große Aufschlag mit breitem Berufsangebot für die Jugendlichen. Auf dieser Basis müssen weitere Impulse folgen, waren sich Veranstaltungsleiter Andreas Fuhr und Dinkelsbühls OB Hammer einig. Das wurde auch beim Rundgang durch die Halle deutlich. In den siebten Jahrgangsstufen kommen erste Fragen nach den beruflichen Interessen auf, diese reifen, sodass sich in der neunten und zehnten Jahrgangsstufe für die Schülerinnen und Schüler stets die Frage stellt: Wohin geht’s?
Ganz unterschiedlich waren die Rückmeldungen der Firmen, Schulen und Einrichtungen. Großes Interesse herrschte bei der Polizei und der Bundeswehr, bei bekannten Firmen wie Bosch oder Rettenmeier. Die technikaffinen Jugendlichen „löcherten“ die Mitarbeitenden von Unternehmen im Elektronikbereich. Aber auch die Stände klassischer Handwerksbetriebe aus der Metallbranche oder Autozulieferer waren gut frequentiert. Mit den Ausbildungszahlen für dieses Jahr waren die meisten Aussteller zufrieden, so ein Stimmungsbild. Aber:„Auszubildende für das nächste Jahr sind herzlich willkommen.”