125 Jahre Onoldiasaal in Ansbach: Der Treffpunkt für die ganze Stadt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.05.2025 14:51

125 Jahre Onoldiasaal in Ansbach: Der Treffpunkt für die ganze Stadt

Ob gewollt oder ungewollt: Die Stuhlreihe vor den Staffeleien steht symbolisch auch für ein typisches Bild des großen Festsaales. (Foto: Tizian Gerbing)
Ob gewollt oder ungewollt: Die Stuhlreihe vor den Staffeleien steht symbolisch auch für ein typisches Bild des großen Festsaales. (Foto: Tizian Gerbing)
Ob gewollt oder ungewollt: Die Stuhlreihe vor den Staffeleien steht symbolisch auch für ein typisches Bild des großen Festsaales. (Foto: Tizian Gerbing)

Ein Gebäude mit Geschichte, ein Ort mit Charakter: Seit 125 Jahren ist der Onoldiasaal ein wichtiger Bestandteil des Ansbacher Kulturlebens. Grund genug für das Markgrafenmuseum, dem traditionsreichen Veranstaltungsort eine eigene Sonderausstellung zu widmen – und dabei ein ganzes Jahrhundert Stadtkultur Revue passieren zu lassen.

Schon der Weg zur Ausstellung ist Teil des Erlebnisses: Besucher durchqueren zunächst das Museum und betreten über ein Stück der historischen Stadtmauer ein angrenzendes Nebengebäude. Dort eröffnet sich der Blick von einer Galerie auf den stimmungsvoll ausgeleuchteten Raum, in dem Staffeleien und Sitzreihen auf die Geschichte des Saales einstimmen. Wer die Treppe hinabsteigt, trifft auf ein besonderes Exponat – ein einzelner Stuhl, ins Licht gerückt, der exemplarisch für die Bestuhlung des Saales im Jahr 1950 steht.

Schon 1900 ein wichtiger Ort des bürgerlichen Kulturlebens

An den Wänden erzählen Schautafeln mit historischen Aufnahmen und erläuternden Texten von der bewegten Vergangenheit. Die Ausstellung schlägt einen weiten Bogen: vom prunkvollen Bau des Saales im Jahr 1900 über Umbauten und Erneuerungen bis hin zu aktuellen Ereignissen.

Ursprünglich als Theater-, Konzert- und Gesellschaftshaus errichtet, war der Onoldiasaal bereits damals ein wichtiger Ort des bürgerlichen Kulturlebens der Stadt. Der Brauereibesitzer Friedrich Müller und sein Bruder Heinrich Müller, ein Privatier, errichteten den Saal im dicht bebauten Mischgebiet der Schlossvorstadt. Von Baumeister Michael Simon und Zimmermeister Friedrich Bachmann, die das Anwesen zwischenzeitlich erworben hatten, kaufte es die Stadt 1920.

Festlicher Kronleuchter

Auch bei der umfassenden Renovierung und Erweiterung im Jahr 1995 blieben viele der ursprünglichen Details erhalten. Der auffällige Kronleuchter aus den 1970er Jahren etwa sorgt noch heute für festliches Ambiente – ob bei politischen Empfängen, ausgelassenem Fasching oder hochkarätigen Konzerten. Zu den jüngeren Höhepunkten zählt die Eröffnung der Landesausstellung „Typisch Franken“.

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Von Stadtratssitzungen bis zu Abiturfeiern, von Musik über Theater bis hin zu geselligen Festen: Der Onoldiasaal hat sich über die Jahrzehnte hinweg als Herzstück des öffentlichen Lebens bewährt – und ist aus dem Stadtalltag nicht wegzudenken.

Die Sonderausstellung im Markgrafenmuseum Ansbach am Kaspar-Hauser-Platz 1 wird bis zum 1. Juni zu den normalen Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr gezeigt. Am Montag ist geschlossen.

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